Gitarrendecke neu Lackieren

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Orgeltom
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Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon Orgeltom » Sa 10. Dez 2016, 19:19

Hallo zusammen,
ich habe mir eine ältere Gitarre gekauft von dem recht unbekannten Gitarrenbauer Klein aus Koblenz, Baujahr 1964.
Das Instrument ist in einem recht guten Zustand,nur die Decke ist schon arg bespielt.Ich möchte diese wieder herrichten und frage hiermit nach Rat.
Meine Vorgehensweise wäre den alten Lack mit der Ziehklinge runterholen, die Decke fein anschleifen und dann mit Schellack neu Lackieren.
Was haltet Ihr davon ?

LG
Thomas
Was sind die drei ärgsten Feinde des Musikers?
- Frische Luft, helles Tageslicht und das unerträgliche Gebrüll der Vögel.

JörgWagner

Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon JörgWagner » Sa 10. Dez 2016, 20:25

Hallo Thomas,
die Klein-Gitarren galten damals als recht gut, sie waren leicht gebaut und recht spärlich lackiert, die meisten hatten einen Ahornkorpus und einen angeschraubten, verstellbaren (und auch komplett abnehmbaren) Hals. Das würde Dir bei einer Schellackpolitur in die Karten spielen, denn Du hättest ein paar schwer zugängliche Deckenbereich nicht (ich meine speziell da, wo normalerweise das Griffbrett auf die Decke geleimt ist).
Wenn Du Dich mit Schellackpolituren auskennst, wäre das eine echte Veredelung des Instrumentes. Ansonsten paßt zu diesen Instrumenten auch gut eine gewachste Decke (in Terpentin gelöstes Bienenwachs, mit Lappen aufgetragen und anschließend mit Wolltuch blank- und trockenreiben).
Mir würde das Spaß machen, den wünsche ich Dir auch.
Jörg Wagner

matthias
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon matthias » So 11. Dez 2016, 02:29

Hi!
Sicher ne gute Möglichkeit mal eine Schellacklackierung zu machen. Ich hab es mir mal ausführlich zeigen lassen und finde es im Grunde auch für völlige Laien nicht zu schwer.

Matthias

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 11. Dez 2016, 02:43

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Liebe Grüße
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bassklampfe
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon bassklampfe » Fr 16. Dez 2016, 17:12

Ich antworrte trotzdem. Für Klein war es damals das billigste, die Lehrbuben zu beschäftigen. Deshalb haben die Gitarren alle eine dünne Schellackpolitur. Eine Zeihzklinge wurd daher nicht erforderlich sein, man müsste einfach überpolieren können. Nimm den Hals ab und versusche das an einer Stelle unter dem Griffbrett. Wenn es schiefgeht sieht man hinterher nichts.
______________
Gruß
bassklampfe

Klampfenkarl
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon Klampfenkarl » Fr 20. Dez 2019, 16:57

Ich habe auch eine Max Klein - eine 8-saitige von 1962 - und deshalb mal einen Sammler gefragt, der auf Klein-Gitarren spezialisiert ist. Der war der Meinung, dass die Lackierung eher Nitrozelluloselack ist und dass Schellack bei Klein nur auf Bestellung benutzt wurde. Ich habe es mal mit Alkohol getestet und da der Lack sich nicht angelöst hat, gehe ich davon aus, dass es kein Schellack ist. Ich weiß allerdings nicht, wieviel Alkohol es braucht und wie lange man warten muss, bis eine Reaktion eintritt.

bassklampfe
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon bassklampfe » Fr 20. Dez 2019, 17:58

Es scheint so zu sein, dass die günstigeren Ahorn-Instrumente mit Nitrolack lackiert waren, und nur die teuren Gitarren (sog. "Torres-Modell") mit Schellack. Schellack reagiert sofort, auf Spiritus, Schweiß , Alkohol und Lackreiniger.
______________
Gruß
bassklampfe

Tariq
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon Tariq » Mo 23. Dez 2019, 18:55

Was ist denn hier los? Jörg Wagner ist weg aus dem Forum, schon wieder ein kompetenter Vollprofi weniger...

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrendecke neu Lackieren

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 23. Dez 2019, 19:21

Er ist schon lange wieder da und diskutiert aktuell mit.
Liebe Grüße
Bernd
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