Verlorene Gitarreliteratur

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klaus
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Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon klaus » So 23. Mai 2021, 13:30

Hallo..
der Beitrag über Stücke in D hat mich generell darüber nachdenken lassen, was wir so auf dem RepertoireSchirm haben.
Da habe ich diesen interessanten Artikel von Michael Koch ( leider schon verstorben) gelesen.

egta-d.de/page/media/pdf/symposium_garching_2014/EGTA_D_Koch_verlorene_Unterrichtsliteratur.pdf

Bitte -- http://www. --voranstellen
So ein paar Gedanken über Werke, die mal wichtig waren, aber im Trott von Zeitgeist oder Moden nicht mehr so bewusst sind.
L.G.
Klaus

Ekkehard
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon Ekkehard » Mo 24. Mai 2021, 10:41

Hallo Klaus,
das ist eine sehr interessante Zusammenstellung. In der Gitarrenmusik ist Vieles im Wandel und nicht immer zum Besseren. Ich habe mich gefreut zu lesen, dass sich auf die Scheit-Ausgaben bezogen wurde, die ich übrigens sehr mag und Vieles nach Ihnen gelernt habe. Vor Kurzem hatte ich aber auch eine Begegnung mit einem bekannten Professor der Uni Darmstadt, der mir sagte: So macht man das heute nicht mehr. Und genau das ist der Grund, dass gute Literatur verschwindet, wenn man den Studenten gegenüber die "alte Lehre" Scheits und Walkers aus Wien als nicht zeitgemäß darstellt. Diese werden das ihren Schülern dann auch nicht mehr zuführen und die Lawine ist losgetreten.
Deutlich wird das auch in dem zum Glück am "Namensrecht" gescheiterten Versuch der "Neuen Karl Scheit Ausgabe" gleichen Designs. Die Bekanntheit der Ausgaben nutzen, um angeblich zeitgemäße, bessere Bearbeitungen zu verlegen ist inkonsequent. Dieser Versuch musste nach einigen Heften eigestellt werden.

Interessieren würde mich noch Michael Koch. Ich weiß, dass es zwei Gitarrenprofessoren unter diesem Namen gab, der eine aber eigentlich den Doppelnamen Hans Michael Koch trug. Einen der beiden Michael Kochs hatte ich in Hannover bei bei einer Gitarrenprüfung kennen gelernt. Dieser hatte sich später sehr der Laute verschrieben und ist vor etwa 2-3- Jahre gestorben. War es dieser?

Erst mal einen schönen 2. Pfingsttag

Ekkehard
Zuletzt geändert von Ekkehard am Mo 24. Mai 2021, 13:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Bernd C Hoffmann
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 24. Mai 2021, 12:45

Lieber Klaus,

herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Diese Zusammenstellung von Michael Koch dürfte in dieser Weise sehr selten, wenn nicht einmalig sein. Es ist ein sehr wertvoller Beitrag mit besonders hohem Nutzen. Damit ist er prädestiniert für die diese Rubrik "Besondere Abhandlungen", wohin ich ich ihn verschiebe.

Mein besonderer Dank gilt entsprechend auch an den Autor Michael Koch und die EGTA, die dieses kleine Werk der Gitarrenwelt zur Verfügung stellen.
Liebe Grüße
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klaus
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon klaus » Mo 24. Mai 2021, 14:35

Ekkehard schreibt.
Interessieren würde mich noch Michael Koch. Ich weiß, dass es zwei Gitarrenprofessoren unter diesem Namen gab, der eine aber eigentlich den Doppelnamen Hans Michael Koch trug.

ja...richtig ... so richtig konnte ich das auch nicht auseinanderhalten. Ich glaube aber es ist der "Michael Koch ". .
Die Referenz im Text
: Ich bin seit rund dreißig Jahren in der Nachfolge von Heinz Teuchert als Lektor
und Herausgeber für den Ricordi-Verlag tätig und fast ebenso lange auch für HUGConBri

Die Nachfolge von Teuchert als Editor sollte also eine Antwort geben. Aber das habe ich noch nicht gegoogelt.
Ach ja...EGTA könnte auch Auskunft gebenn.
Auch von mir einen schönen Pfingstmontag.
L.G.
Klaus

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Bernd C Hoffmann
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 24. Mai 2021, 18:44

Ekkehard hat geschrieben:Interessieren würde mich noch Michael Koch. Ich weiß, dass es zwei Gitarrenprofessoren unter diesem Namen gab, der eine aber eigentlich den Doppelnamen Hans Michael Koch trug. Einen der beiden Michael Kochs hatte ich in Hannover bei bei einer Gitarrenprüfung kennen gelernt. Dieser hatte sich später sehr der Laute verschrieben und ist vor etwa 2-3- Jahre gestorben. War es dieser?

Ich glaube nicht. Ich selbst war viele Jahre Mitglied der EGTA. Wir hatten in den 1990er Jahren einen Landesverband Hessen gegründet (der nach mehreren Jahren wieder aufgelöst wurde). Michael Koch - ohne Doppelname - war anwesend sorgte für die rechtlichen Belange der Satzung. Ich kann mich irren doch denke ich, dass es zu dieser Zeit nur einen Michael Koch dort gab. Frage einfach bei der EGTA an oder greife zum Telefonhörer - wenn es solche Apparate noch gibt :)
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon Ekkehard » Mo 24. Mai 2021, 19:47

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
Ekkehard hat geschrieben:Interessieren würde mich noch Michael Koch. Ich weiß, dass es zwei Gitarrenprofessoren unter diesem Namen gab, der eine aber eigentlich den Doppelnamen Hans Michael Koch trug. Einen der beiden Michael Kochs hatte ich in Hannover bei bei einer Gitarrenprüfung kennen gelernt. Dieser hatte sich später sehr der Laute verschrieben und ist vor etwa 2-3- Jahre gestorben. War es dieser?

Ich glaube nicht. Ich selbst war viele Jahre Mitglied der EGTA. Wir hatten in den 1990er Jahren einen Landesverband Hessen gegründet (der nach mehreren Jahren wieder aufgelöst wurde). Michael Koch - ohne Doppelname - war anwesend sorgte für die rechtlichen Belange der Satzung. Ich kann mich irren doch denke ich, dass es zu dieser Zeit nur einen Michael Koch dort gab. Frage einfach bei der EGTA an oder greife zum Telefonhörer - wenn es solche Apparate noch gibt :)


Bernd, du hast recht. Es handelt sich nicht um "meinen" Michael Koch aus Hannover. Einfach mal den Namen zusammen mit Ricordi gegoogelt und schon stieß ich schnell auf ein Foto.
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Re: Verlorene Gitarreliteratur

Beitragvon bassklampfe » Mo 24. Mai 2021, 23:46

Michael Koch war Dozent oder Prof. in Mainz. Teuchert-Schüler, soweit ich weiß. Entgegen Klaus‘ Annahme ist er keineswegs verstorben, aber emeritiert. Ich hatte schon Artikel von ihm verlinkt, in denen er sich mit der Gitarrenhaltung auseinandergesetzt hat. Er ist auch derjenige, der bei der EGTA aktiv ist.
______________
Gruß
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