Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Spieltechniken, Gitarristen, allgemeine Gitarristik (Konzertgitarre)

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Bernd C Hoffmann
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 4. Nov 2017, 16:51

@aläx

Tonkünstler sind die Romeros eigentlich alle. Eigentlich, weil ich bis auf Celino die jüngeren nicht selbst gehört habe. Die Romeros hatte ich mit meinen Schülern in der Münchener Residenz gesehen, mit Bekannten aus München auch öfters. Auch besuchte ich dort die Solokonzerte von Pepe. Er spielte in München immer ein bayrisches Variationswerk von Giuliani, "A Schisserl un a ...." (an den genauen Titel erinnere ich mich nicht mehr). Die Familie trat in der Residenz auf, Pepe auch gelegentlich in der Musikhochschule. Von Pepe habe ich viele CDs, auch die alten Flamencoaufnahmen als 16jähriger mit Stücken von Sabicas und Niño Ricardo. Aber ich muss aufpassen, dass ich nicht ins Schwärmen verfalle... Tonkünstler mit Bezug auf den Anschlag gibt es inzwischen viele, aber ich möchte den Thread nicht in ein anderes Thema lenken.
Liebe Grüße
Bernd
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Jörg Wagner
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Jörg Wagner » Sa 4. Nov 2017, 17:17

A Schisserl und a Reinderl", god knows what a "Reinderl" measns
Jörg Wagner

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Bernd C Hoffmann
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 4. Nov 2017, 17:29

Ich stelle mir darunter ein Rind vor, unter dem eine Schüssel steht. Ich meine ein weibliches Rind...
Liebe Grüße
Bernd
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Marty CT
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Marty CT » Mo 6. Nov 2017, 05:36

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
Marty CT hat geschrieben:Wegen der Nägel:
...

Welche konkreten Nachteile hat die Kuppenform aus Deiner Sicht?


Die Nagelform nach Fingerkuppe hat meine RH unbewusst nach und nach zum Abknicken gebracht. Sieht man übrigens bei vielen Amateuren (zu denen ich mich auch Zähle) Der Grund war, dass bei mir dadurch ein "schönerer" Ton entstand.
Meine Kuppen der Finger "m" und "a" sind sehr schwach gekrümmt. Feile ich die Nägel nach Kuppenform erhalte ich bei kleineren Anchlagwinkeln zur Saite einen "schönen", runden Ton (Subjektive Wahrnehmung). Kuppe des "i" Finger ist bei mir fast schon Parabel förmig und mach hier eher keine Probleme.

Das Phänomen scheint übrigens sehr verbreitet zu sein. Stichwort "Youtube". Hier sieht man sehr häufig die abgecknickte RH. Außer bei den Videos von "Profis".
Frauen scheinen davon weniger betroffen zu sein. Es sind eher die Jungs/Männer die diesen Knick haben.
Bei den Profis habe ich auch schon öfters gesehen, dass viele Frauen die RH sogar in die andere Richtung (nach oben) leicht abknicken. Bei Männers konnte ich dies noch nicht beobachten.
Kann aber auch daran liegen, dass Frauen meist schmalere/grazilere Hände/Finger haben und hier der Effekt eher Auffält als bei den Pranken vieler männlicher Gitarristen.


Edit:

aläx hat geschrieben:Hallo Marty,

"Bevor du Musik spielst musst du erst die Technik beherrschen... ;)"

das unterschreibe ich sofort 8-)

...

Gruß aläx


Ist aber auch eine schwierige Sache. Als "Schüler" möchte man zunächst ja Musik machen. Hier jemanden, vor allem am Anfang zu Technik-Übungen zu bewegen ist wohl ein schwieriger Spagat. Auch wenn man dies durch die Auswahl der Literatur beeinflussen kann. Ob es tatsächlich funktionieren kann einem Schüler die Technik unterbewusst beizubrigen bezweifle ich. Am Anfang mag dies gehen. Irgendwann muss man jedoch bewusst an der Technik arbeiten und das kann sehr öde/monoton werden.

In einem Interview mit "Ana Vidovic" habe ich mal gelesen, dass Ihr Lehrer mit Ihr anfangs nur die Technik eingeübt hat. Erst sehr viel später ging es um "Musikmachen". (Wobei ich ihr Spiel nicht besonders mag :roll:

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Bernd C Hoffmann
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 6. Nov 2017, 11:34

Die Anschlagshand ist auch bei mir leicht abgewinkelt, d. h. das Handgelenk ist am Weitesten von der Gitarre entfernt. Weil ich wegen der Dystonie meine Haltung auf Sicherheit "abstelle", verwende ich gegenwärtig wieder die Kuppenform. Als ich mit Rampe gespielt hatte, war die Tongestaltung deutlich besser. Hierfür musste ich die Haltung etwas verändern, damit ich eine flüssige und lockere Bewegung realisieren konnte. Daran musste ich mich erst ca. 3 Wochen lang gewöhnen. Ob die Hand nach innen leicht abgewinkelt wird oder nicht, hängt davon ab, nach welchem Lehrwerk man gelernt hat. Celedonio Romero vertritt die nicht abgewinkelte Hand, während Kreidler und Teuchert die Haltung der abgwinkelten Hand vertreten. Ob das "die Profis alle" machen, ist im Grunde egal. Wichtig ist, dass man die Haltung verwendet, die einem ein möglichst lockeres Spiel ermöglicht, mit der man eine gute Tonbildung realisieren kann. Dazu sollte man eine Zeit lang experimentieren und dann abwägen und sich entscheiden.

Bis man das Spiel mit der Rampe in Bezug auf die Haltung beurteilen kann, wird zunächst eine gewisse Zeit vergehen. Wer schon nach 1 Woche aufgibt, weil er es nicht hinbekommt und es als negativ bewertet, der hat noch kein Urteilsvermögen, weil er sich mit den klanglichen Vorzügen noch nicht richtig befasst hat.

Bei der Haltung mit dem nach innen geknickten Handgelenk liegt die Vermutung nahe, dass diese Gitarristen ursprünglich von der Stahlsaitengitarre kommen. Dort ist diese Haltung weit verbreitet, offenbar wegen der Verwendung von Fingerpicks, speziell für den Daumen.
Liebe Grüße
Bernd
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Marty CT
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Marty CT » Di 7. Nov 2017, 06:42

Bin mir gerade nicht sicher ob wir eventuell aneinander vorbeireden.

Mit dem Knick meinte ich, dass der Unterarm und die Finger der Hand nicht auf einer Linie liegen (plus/minus).
Sondern, dass die Hand/Finger mit dem Unterarm einen recht großen Winkel bilden,

...................(i)..(m)..(a)...()
.................././.././.././.././
................././.././.././.././
...............././.././.././.././ Finger
.............. /./.././.././.././
............././.././.././.././
............/................../
.........../................../ Handrücken
........../................../
........./................../
........|..................| Knick im Handgelenk "nach unten"
........|..................|
........|..................|
........|..................| Unerarm
........|..................|
........|..................|


Da Abknicken nach oben (also weg von der Gittarre) variiert bei mir je nachdem was ich Spiele häufig. Z.B. bei Arpeggien stabiliesiert ein größerer Winkel die Hand und erhöht bei mir die leichtigkeiten/schnelligkeit/treffsicherheit.

Grüße

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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Di 7. Nov 2017, 08:09

Es wäre interessant Deine Anschlagsbewegungen im Spiel zu sehen.
Liebe Grüße
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Re: Bach BWV 996 Allemande / Apoyando

Beitragvon Marty CT » Sa 11. Nov 2017, 19:40

Dürfte schwierig werden :D


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