Lautenmusik für Gitarre

Spieltechniken, Gitarristen, allgemeine Gitarristik (Konzertgitarre)
paco
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon paco » So 7. Jan 2018, 18:37

Dazu muss man natürlich anmerken, dass z.B. auch für Dowlandstücke nicht nur die gewöhnliche 6-chörige Renaissancelaute üblich war, sondern auch tiefer gestimmte Lauten mit zusätzlichen Basssaiten. Wenn man Sänger begleitet muss man natürlich oft mit Kapo arbeiten, da hat Thomas völlig Recht!

Liebe Grüße
Paco

Kuno Wagner
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon Kuno Wagner » So 7. Jan 2018, 20:34

Dazu fällt mir auch noch was ein:

viewtopic.php?f=30&t=3712

Andersrum geht´s auch Gitarrenmusik auf Laute :lol:

aläx
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon aläx » Sa 20. Okt 2018, 20:48

Hallo Gitarristenfreunde,

ich spiele selbst gerne Lautenmusik auf der Gitarre, und stimme die G Saite praktisch nie auf fis um.
Das liegt daran, dass ich eher faul bin und ich erstens die Gitarre ungern umstimme und zweitens hatte ich fast nur Bearbeitungen bei denen nicht umgestimmt wurde.
Inzwischen habe ich diese Stücke schon in neueren Bearbeitungen gesehen bei denen grundsätzlich umgestimmt wird.Da habe ich festgestellt, dass sich meine "Faulheit" nicht wirklich gelohnt hat denn in der Regel sind die Bearbeitungen in fis Stimmung leichter zu spielen.
Ich benutze auch keinen Kapo aber zurzeit spiele ich das Präludium Fuge Allegro von Bach wieder, dass ich früher in Wettbewerben gespielt habe.
Hier bin ich am Überlegen den Kapo auf den ersten Bund zu setzen weil ich dann in der Originaltonart Es Dur bin.
Ausserdem ist der Klang sehr interessant weil keine "echten" Leersaiten gespielt werden und das Ganze dann irgendwie ausgeglichener klingt.
Zumindest in meinen Ohren :lol:

Gruß aläx

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Bernd C Hoffmann
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 20. Okt 2018, 21:40

aläx hat geschrieben:Hier bin ich am Überlegen den Kapo auf den ersten Bund zu setzen weil ich dann in der Originaltonart Es Dur bin.
Ausserdem ist der Klang sehr interessant weil keine "echten" Leersaiten gespielt werden und das Ganze dann irgendwie ausgeglichener klingt.
Zumindest in meinen Ohren :lol:

Hallo aläx,

so abwegig ist die Idee nicht. Ich bilde mir gelegentlich ein, dass eine Leersaite sonorer klingt als eine gegriffene. Wenn ich eine Soleá in E spiele, dann spiele ich sie gerne mit Kapo am 1. Bund, wenn ich anschließend eine Alegría in E spiele. Ich finde, der Soleá fehlt es dann etwas an Körper. Aber das kann auch an meiner Gitarre liegen... :|
Liebe Grüße
Bernd
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docsteve
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon docsteve » Mo 22. Okt 2018, 13:00

Das ist keine Einbildung. Ich habe zwar keine physikalische Erklärung dafür, aber leere Saiten klingen grundsätzlich anders als gegriffene. Mit Kapo klingt die Gitarre noch mal anders, und zwar auch gegriffene Töne in höheren Lagen. Der "ausgeglichene" Klang ergibt sich mMn daraus, dass ein Kapo am 1. Bund einen Nullbund simuliert und daher die leeren Saiten fast wie gegriffen klingen.

Re: Kapo auf dem 2. Bund hat mein Gitarrenlehrer mir damals für Alte Musik empfohlen, "weil die Gitarre dann silbriger klingt". Der 2. Bund ergibt sich aus der Gleichung Stimmung in G (3 Halbtöne höher) minus Kammerton 415 Hz (ca. 1 Halbton tiefer). Dieser Kammerton gilt aber natürlich nicht für alle Epochen und Herkunftsorte.

Viele Grüße Stephan
Viele Grüße Stephan

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Bernd C Hoffmann
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Re: Lautenmusik für Gitarre

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 22. Okt 2018, 14:36

Alte Musik, z. B. Mudarra´s Fantasía 10 (Harfenfatasie) oder Packinton´s Pound aus England´s "golden age", spiele ich auch gerne mit Capo am 2. Bund. Bei der Fantasía gibt es Bearbeitungen, die das Capo am 4. Bund empfehlen. Das klingt mir allerdings zu bissig, gleichzeitig mit weniger Substanz. Ich denke, das die Klanglichkeit unter Verwendung verschiedener Capopositionierungen auch individuell von der Gitarre ab.
Liebe Grüße
Bernd
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