Hannabach Exclusive

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DaCapoAlFine
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon DaCapoAlFine » Mi 18. Okt 2017, 00:25

CG-Fan hat geschrieben:Die Exclusive Bässe sind einzeln beziehbar, machen kostenmäßig jedoch ca. 85% des Gesamtpreises aus! :shock:
Da wüßte ich andere und vor allem günstigere Alternativen, zumal vor allem die Bässe einermehr oder weniger schnell Verschleiß unteworfen sind!

Alles klar, damit hat sich dieser Gedanke erledigt. Da gibt es in der Tat Bass-Alternativen mit einem deutlich attraktiveren Preis-Leistungs-Verhältnis...


CG-Fan hat geschrieben:Der Exclusive Diskant besteht aus den altbewährten precision round 815 MT (e, h) und der Titanyl g Saite, was ich nie wirklich verstanden habe. Titanium Diskant Saiten waren eine Zeit lang quasi eine Art Brückentechnologie, bis alle anderen Hersteller, insbesondere d‘Addario als der Nr. 1 im Markt, Carbonsaiten anbieten konnten/wollten. Im Gegensatz dazu hat Hannabach solche Saiten schon sehr lange im Angebot. Warum man hier nicht auf die viel bessere Alternative Carbon gesetzt hat, wird wohl immer deren Geheimnis bleiben!? :?:

Deswegen liebe ich dieses Forum: Einfach klasse, was man hier immer wieder lernt! Mir war Titanyl als Saitenmaterial bislang komplett unbekannt, sodass sich mir der Eindruck erweckte, es handle sich um eine Neuentwicklung... :oops:


CG-Fan hat geschrieben:Was die Basslastigkeit betrifft, so ist das natürlich relativ. Wenn auf deiner Hanika vorher die Werksbesaitung, Savarez Cantiga 510ARJ gewesen ist, klingt jeder andere Diskant erst einmal mehr oder weniger „dumpf“. Möglicherweise sind die Hanikas aber mittlerweile auch daraufhin optimiert worden, was hier vollkommen wertfrei gemeint ist!

Ich spiele in der Regel Nylon-Saiten und greife nur ab und an zu Carbon, wenn mich die Experimentierfreude mal wieder überkommt. Vor den Hannabach Exclusive hatte ich mal wieder die guten, alten "kratzigen" Savarez 520R aufgezogen - mein Ohr war also an Nylon-Diskant gewöhnt.

CG-Fan
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon CG-Fan » Mi 18. Okt 2017, 11:27

DaCapoAlFine hat geschrieben:... Vor den Hannabach Exclusive hatte ich mal wieder die guten, alten "kratzigen" Savarez 520R aufgezogen - mein Ohr war also an Nylon-Diskant gewöhnt.

... wobei der Savarez Nylon Diskant im allgemeinen und der „kratzige“ (geschliffene) 520R Diskant im besonderen zu den eher hell klingenden Nylondiskant Varianten gehört. Der Unterschied zu dem eher dunkler/wärmer abgestimmten Hannabach 815 Diskant dürfte recht deutlich sein, wobei mir der 815er besser gefällt ... aber das fällt in die Rubrik persönlicher Geschmack und individuelle Besonderheiten der jeweiligen Gitarre! ;)

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Bernd C Hoffmann
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 18. Okt 2017, 12:23

Dann scheint der 520R Diskant der mit der rauhen Oberfläche zu sein. Die hatte ich nur 1x benutzt und schnell wieder entsorgt. Da gefällt mir die Haptik überhaupt nicht. Sie erzeugen wegen der Oberfläche Rutschgeräusche bei geführten Lagewechsel. Wenn man darüber hinwegsehen kann, erfordern sie (nach meinem Empfinden) einen sehr präzisen und schnellen Anschlagimpuls, um Kratzgeräusche an der Nagelkante zu vermeiden. - Wobei man diesen letzten Aspekt auch Vorteil sehen kann, weil diese Eigenart dem Gitarristen zu einem präzisen Anschlag quasi "erzieht".
Liebe Grüße
Bernd
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Kuno Wagner
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon Kuno Wagner » Mi 18. Okt 2017, 17:05

Savarez 520R, die gute Spaghetti Saiten, waren neben blauer Augustine der Saitensatz der frühen 80er :D . Von der Haptik fast wie Darmsaiten. Ich hab sie gemocht, würde sie aber heute nicht mehr spielen.

bassklampfe
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon bassklampfe » Mi 18. Okt 2017, 20:19

Kuno Wagner hat geschrieben:Savarez 520R, die gute Spaghetti Saiten, waren neben blauer Augustine der Saitensatz der frühen 80er :D . Von der Haptik fast wie Darmsaiten. Ich hab sie gemocht, würde sie aber heute nicht mehr spielen.

Ich finde die grauenhaft. Für Kuppenspieler – also völlig ohne Nagel – könnte das allerdings die Saite der Wahl sein, eben aufgrund der darmähnlichen Haptik.
______________
Gruß
bassklampfe

Kuno Wagner
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon Kuno Wagner » Do 26. Okt 2017, 09:40

ich revidiere meine Ansicht bezüglich Savarez 520R, ich hab sie auf eine alte Gitarre aufgezogen und sie sind der Hammer! (für diese Gitarre). Rund und warm im Klang, und trotz Kuppen/Nagelanschlag klasse zu spielen. Der mehlige Überzug ist nach drei Stunden weggespielt. Die Simmung war am zweiten Tag (10 Std nach dem Aufziehen) 1/4 Ton tiefer, aber das ist normal. Ich habe sogar das rote Ende (wie in der Anleitung angegeben :D ) mit dem Steg verknotet, was ich sonst nie tue.

Kosten: 8 bis 9€ pro Satz

DaCapoAlFine
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Re: Hannabach Exclusive

Beitragvon DaCapoAlFine » Mo 6. Nov 2017, 23:32

Kuno Wagner hat geschrieben:ich revidiere meine Ansicht bezüglich Savarez 520R, ich hab sie auf eine alte Gitarre aufgezogen und sie sind der Hammer! (für diese Gitarre). Rund und warm im Klang, und trotz Kuppen/Nagelanschlag klasse zu spielen.


Mensch, dann bin ich ja doch nicht allein auf weiter Flur. :) Ich streue die Savarez 520R ab und an ein, wenn ich verstärkt an meiner Griff- und Anschlagstechnik arbeite: Die rauhe Oberfläche erfordert ein sauberes Greifen mit punktuellem, minimalem Krafteinsatz sowie einen schnellen Anschlag, da es ansonsten zu starken Geräuschen kommt. Außerdem habe ich den Eindruck, als rutschten unpräzise gegriffene Finger weniger leicht von der rauhen Saitenoberfläche ab. ;)

Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Nach fünf Wochen á ca. sechs Spielstunden haben sich Bass und Diskant der Hannabach Exclusive volumenmäßig einander soweit angenähert, dass sich ein homogenes Klangbild ergibt. Insbesondere der anfangs wunderbar brilliante Bass ist mittlerweile deutlich matter und nicht mehr im Stande, den Diskant (der sich sicherlich auch noch ein wenig entwickelt hat) komplett zu dominieren.

In der Zwischenzeit konnte ich außerdem einige Tonaufnahmen anfertigen und mit Aufnahmen vorheriger Saitensätze vergleichen. Dabei konnte ich kaum einen Unterschied zwischen Hannabach Exclusive MT und Hannabach 815 MT ausmachen.

Noch ein Wort zur Haltbarkeit: Bislang machen die Hannabach Exclusive einen sehr robusten Eindruck, so haben sich z. B. kaum Spielspuren an den Bundstäbchen gebildet und auch Korrosion durch Handschweiß ist bislang minimal.


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