Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

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richardschmitt
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Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon richardschmitt » Mi 29. Aug 2018, 08:42

Hallo liebe Forummitglieder,

ich suche eine Gitarrenschule für Kinder, die in der zweiten Lage beginnt, bislang habe ich nur eine beim Nogatz Verlag gefunden, Rainer Kinast "Komm mit auf die Reise".
Frage 1: Kennt die bereits jemand und arbeitet auch damit
Frage 2: Gibt es noch andere Schulen?

Vielen Dank
Richard Schmitt

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 29. Aug 2018, 13:26

Der Grund, dass es kaum Schulen mit Beginn in der 2. Lage gibt, dürfte in der Unzweckmäßigkeit liegen. Der Fokus fürs Lagenspiel liegt anfangs im beiläufigen Training des kleinen Fingers. Das kann man so machen, muss es jedoch nicht. Zudem dient das Lagenspiel dem Ausschöpfen von kombinierten Spielpositionen, was am Anfang wenig Sinn macht. Das ist wohl keine Antwort auf die eigentliche Frage, aber sie erklärt die Marktsituation.
Liebe Grüße
Bernd
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richardschmitt
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon richardschmitt » Fr 31. Aug 2018, 09:41

Danke für die Antwort,

der kleine Finger ist für mich nur ein, allerdings wichtiger Aspekt, die Vereinfachung des Wechselschlags ebenso. Entstanden ist die Idee letztlich durch Großgruppenunterricht in AGs und Gitarrenklassen, so habe ich dann vier Töne auf einer Saite mit (hoffentlich) stabilem Wechselschlag und nicht zwei und dann direkt den Saitenwechsel. Das habe ich dann auch auf meine Einzelschüler übertragen mit direktem Übergang zum zweistimmigem Spiel mit leeren Bässen. Die Nachteile kenne ich auch z.B. keine durchgängige C-Dur Tonleiter in erster Lage.
Aber das ist wohl bisschen eine Glaubensfrage, auch unter meinen Kollegen, begründen lässt sich beides :-)
Die "Los geht's"-Schule hat zwar auch den Beginn in zweiter Lage, aber die ist für Vorschüler, damit brauche in einer Gitarren AG nicht kommen.
Also wem noch irgendwas einfällt, bitte gerne schreiben.

Vielen Dank,
Richard Schmitt

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Fr 31. Aug 2018, 13:11

richardschmitt hat geschrieben:der kleine Finger ist für mich nur ein, allerdings wichtiger Aspekt, die Vereinfachung des Wechselschlags ebenso.

Das sehe ich anders. Der Wechselschlag ist davon völlig unabhängig. Die von Dir dargestellte Situation als Gitarren-AG lässt erkennen, dass kaum sattelfeste Spieler auf dem Stand von Unterstufe 1 mitspielen. Um den Wechselschlag zu festigen, würde ich anfangs musikalisch verpackte Etüden ins Repertoire aufnehmen. Auch glaube ich nicht, dass die (optische) Zuweisung "4 Finger pro Saite" tatsächlich ausgenutzt wird. Für Gitarristen ohne gefestigtem Basisniveau wäre das ein sehr spezielles Repertoire ;-)
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon richardschmitt » Sa 1. Sep 2018, 11:48

Vier Finger auf einer Saite schaffe ich auch nicht g,a,h,c und dann mit z.B. Atte Katte Nuwa d dazu. Ich mache sehr viel mit Melodien, bisher hat das ganz gut funktioniert, zumal ich nach der ersten Begleitung mit leeren Bässen sofort auf den tirando-Anschlag gehe, falls motorisch möglich, sonst apoyando. Aber nichts ist von Dauer, besonders keine Unterrichtskonzepte, ich habe während dem Studium mit "Fridolin" angefangen, den ich immer noch vom Aufbau her gelungen finde, andere Schulen ausprobiert, dann in die zweite Lage. Wer weiß, was bei späteren Reflexionen herauskommt, vielleicht wieder der Weg zurück in die erste Lage. Aber vorerst nicht :-)

Grüße
Richard Schmitt

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 1. Sep 2018, 14:58

Während meiner aktiven Unterrichtszeit hatte ich auf Wunsch eines Schülers Fridolin im Programm; er bekam das Werk geschenkt. Zu der Zeit gab es noch sehr wenig Sekundärmaterial. Dies war damals erforderlich, weil ab einem bestimmten Punkt der Übergang für das weitere Spielniveau fehlte. So kam ich wieder zur Teuchert Schule. Dafür ist soweit alles vorhanden. Daneben hatte ich Ausgaben Cees Hartog und Peter van der Staak im Sekundärprogramm, was sich sehr bewährt hatte. Das Konzertprogramm lag fast buchstäblich vor Augen. Wenn das Wesentliche durchgearbeitet war, dann wechselte ich zur "großen" Schule. Mit dem Durcharbeiten der "kleinen" und der Sekundärliteratur waren die Kinder sehr gut auf das Niveau vorbereitet im Grunde ging es nur noch um das Auffrischen von Sachen, die etwas aus dem Fokus geraten waren. Aber dies nur am Rande, weil es mit einer Gitarren-AG nur begrenzte Möglichkeiten gibt, die mit einer typischen Unterrichtssituation nicht konkret vergleichbar ist...
Liebe Grüße
Bernd
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Bernhard Hiller
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon Bernhard Hiller » Sa 1. Sep 2018, 18:05

Ich halte es für einen interessanten Aspekt, mit der "2. Lage" zu beginnen.
Streicher lernen am Anfang auch die "1. Lage" - wobei die erste Lage der Streicher der zweiten Lage der Gitarre entspricht. Auf der D-Saite greift der Violin-Schüler E, Fis, G und A, der Cello-Schüler E, F, Fis und G (die Saitenlänge von 69 cm ist nur wenig mehr als bei der Gitarre).
Allerdings sind Streichinstrumente in Quinten gestimmt, nach der D-Saite folgt die A-Saite und nicht etwa die G-Saite. Letzteres dürfte ein Problem darstellen, wenn man erste Übungen von Streichern auf die Gitarre übertragen möchte.
Aber wer weiß: vielleicht findest du dort interessante Werke, die du für Gitarren-Anfänger bearbeiten kannst.

rwe
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Re: Gitarrenschule für kinder in zweiter Lage

Beitragvon rwe » Sa 1. Sep 2018, 19:13

Ich habe die Noten gerade nicht greifbar, aber - falls (!) ich mich richtig erinnere, ist Bruno Henze ziemlich früh in der 2. Lage. Das ist allerdings nicht unbedingt eine Kinderschule...


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