Warm up

Fragen zum 'flamenco al toque', maestros, palos, compás, falsetas etc.

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Kuno Wagner
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Warm up

Beitragvon Kuno Wagner » Mi 11. Okt 2017, 12:46

Das ist eine Picadoübung die mir Antonio Rey gezeigt hat. Alles soll im angelegten Stüztschlag (apoyando) gespielt werden.
Mich würde interessieren wo bei euch die Schallmauer bei dem Stück liegt. Gemeint ist der Viertelpuls.

Bild

würdet ihr mit m oder i beginnen?
kennt jemand das Original?

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Bernd C Hoffmann
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Re: Warm up

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 11. Okt 2017, 13:18

Im Grunde ist das egal. Persönlich fange ich meist mit dem Mittelfinger an. Konkret mache ich es davon abhängig, ob ich bei schnellen Passagen mit Saitenwechseln über Kreuz spielen muss. Bei dieser Übung ist das bereits am Anfang der Fall und zieht sich wegen der Homogenität durchs gesamte Stück.
Liebe Grüße
Bernd
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CG-Fan
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Re: Warm up

Beitragvon CG-Fan » Mi 11. Okt 2017, 13:40

Kuno Wagner hat geschrieben:...würdet ihr mit m oder i beginnen?
kennt jemand das Original?

Weder noch! Ich würde mit a beginnen, was ich beim Arpeggio am Anfang jeden Taktes durchaus naheliegend finde!
Für mich wäre das eine klassische a-m-i auf- und abwärts Übung, sprich a-m-i-m-a-m-i-m!
Spielt sich so sehr geschmeidig! ;)

Kuno Wagner
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Re: Warm up

Beitragvon Kuno Wagner » Mi 11. Okt 2017, 16:25

Ja, hab ich am Anfang auch so gemacht (ami). Aber darum geht es ja nicht, Wechselschlag apoyando ist angesagt! Bis zu einem gewissen Tempo finde ich sogar i-a bzw a-i leichter als i-m oder m-i. (Anderer Anschlagswinkel der Finger).

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Bernd C Hoffmann
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Re: Warm up

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 12. Okt 2017, 09:43

Tomatito hatte in einen der ersten Ausgaben der Anda in einem abgedruckten Interview Fragen zum Picado-Training beantwortet. Er empfahl Arpggeio-Etüden im Wechselschlag zu spielen. Dabei wurde auch eine Villa Lobos Etüde angesprochen.
Liebe Grüße
Bernd
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Jörg Wagner
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Re: Warm up

Beitragvon Jörg Wagner » Do 12. Okt 2017, 13:04

Hallo,
bei der vorgelegten Übung sehe ich keine Veranlassung, Dreifingeranschlag eizusetzen, alle Zweifinger-Kombinationen sind gut machbar, auch in hohem Tempo. Die Kombination i - a oder umgekehrt hat bei häufigen Saitenwechseln den Vorteil, daß diese beiden Finger einen geringeren Längenunterschied aufweisen, so arbeiten sie in etwa auf gleicher Ebene mit ähnlichen Krümmungsradien.
Ansonsten : in einer Geläufigkeitsübung von Barrios ist die Anweisung i - a explizit gegeben, die Etüde hat meiner Erinnerung nach den Titel "Por ambas manos" und Ähnlichkeiten mit der vorgelegten Etude sind gegeben. Auch in der Pujol-Schule finden sich Etüden mit der Anweisung "alles apoyando", bei denen man zunächst kurz stutzt, die aber zur Erzeugung von kleinen Anchlagsbewegungen und hoher Präzision sehr geeignet sind.
Jörg Wagner

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Bernd C Hoffmann
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Re: Warm up

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 12. Okt 2017, 17:55

Jörg Wagner hat geschrieben:Hallo,
bei der vorgelegten Übung sehe ich keine Veranlassung, Dreifingeranschlag eizusetzen, alle Zweifinger-Kombinationen sind gut machbar, auch in hohem Tempo. Die Kombination i - a oder umgekehrt hat bei häufigen Saitenwechseln den Vorteil, daß diese beiden Finger einen geringeren Längenunterschied aufweisen, so arbeiten sie in etwa auf gleicher Ebene mit ähnlichen Krümmungsradien.

Die i - a Kombination hat bei Saitenwechseln und -sprüngen auch den Vorteil, dass die Finger etwas weitere auseinander sind. Saitensprungübungen hiermit sind im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, man bekommt sie aber sehr schnell in den Griff.

die Aussage mit den Krümmungsradien kann man nicht verallgemeinern, weil das individuell ganz verschieden ist. Bspw. ist mein rechter Ringfinger deutlich länger als der Zeigefinger. Trotzdem sind bei dieser Kombination schnellere Anschläge möglich, weil bei hohem Tempo die Sehnenquerbänder bei bestimmten Haltungen weniger Einfluss auf die Ermüdung der zugehörigen Muskulatur nimmt. Bei mir merke ich, dass ich mit i - a weniger Anschlagskraft zur Verfügung habe. Auf diesen Vergleich bin ich gekommen, als ich in den 90ern "Barrio La Viña" von PdL übte. Damals konnte ich den ersten schnellen Lauf mit der CD mitspielen. mit i - a ging das entspannter aber weniger druckvoll über die Hand.
Liebe Grüße
Bernd
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aläx
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Re: Warm up

Beitragvon aläx » Sa 28. Okt 2017, 23:06

Hallo,

also mir fehlt da irgendwie die Anleitung wie ich es spielen soll :shock:
Vielleicht habe ich das nicht ganz verstanden aber ich habe mich mal daran versucht ;)
Mir gehts im Prinzip immer um die Anfänge der Takte, bzw. um den Anfang im Takt wenn das dritte Viertel einsetzt.
Konkret gefragt im ersten Takt:
Soll man das über drei Saiten spielen oder greift man das ersten E auf der H Saite.
Soll man praktisch ein Arpeggio über drei Saiten völlig unnatürlichj im stupiden Wechselschlag spielen ?
Wozu ?
Ich würde diese Passage wenns denn schnell werden soll mit dem Zeigefinger beginne , dann kommt i und dann ist bei mir der Daumen dran.
Damit bin ich mit Abstand am schnellsten.
Warum sollte ich es in einer Art üben die ich niemals in dieser Geschwindigkeit im Wechselschlag hinbekomme.
Natürlich kann man sagen , dass man dass einfach als Übung verstehen sollte und dass es nur so richtig klingt :)

Wenn so eine Passage mal in einem Stück vorkommen mache ich es so, wie es am besten passt.
Übrigens liegt die Schallmauer meiner Meinung nach bei cirka 160 bpm.
Auf der E-Gitarre behaupte ich so bei 200bpm.

Gruß aläx, der das bei cirka 130 bpm spielt ;)

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Re: Warm up

Beitragvon aläx » Sa 28. Okt 2017, 23:11

Nachtrag, ich beginne natürlich mit dem Mittelfinger, dann Zeigefinger und dann der Daumen.
Ansonsten mit amim imim.

War ein Schreibfehler.

gruß aläx

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Bernd C Hoffmann
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Re: Warm up

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 29. Okt 2017, 08:26

@ aläx

Erinnerst Du Dich, als ich im Vorgängerforum oder bei den Fingerpickern einen Thread aufmachte, wie man ein schnelles Picado hinbekommt? Das ist bestimmt 10 Jahre oder länger her. Da lag meine Schallmauer bei etwas über 150 Umdrehungen, allerdings nur für kurzzeitge Höhenflüge, weil es mich mental sehr anstrengte. Heute, d. h. mit Fokaler Dystonie, kann ich davon nur träumen...
Liebe Grüße
Bernd
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