Sonatina meridional

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peterg
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Sonatina meridional

Beitragvon peterg » Mi 15. Sep 2021, 15:58

Habe gerade Urlaub, neue Saiten aufgezogen und die Zeit genutzt mal wieder was aufzunehmen.
https://soundcloud.com/user-835176879/s ... FZSvTEimIi

Schade, das so wenige hier was gespieltes einstellen!

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docsteve
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Re: Sonatina meridional

Beitragvon docsteve » Mo 20. Sep 2021, 16:06

Hallo Peter,

ja wirklich schade, vor allem wenn es eine solche Meisterleistung ist! An ein Stück von der Größe muss man sich erstmal trauen. Sehr schön gespielt, und der Sound ist über Kopfhörer und im Auto gleichermaßen gut (wenn auch etwas leise).

Viele Grüße Stephan

PS schade, dass der Track als "privat" markiert ist, so kann ich ihn nicht liken.
Viele Grüße Stephan

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peterg
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Re: Sonatina meridional

Beitragvon peterg » Mo 20. Sep 2021, 21:34

Als Hobbyspieler habe ich gemerkt, dass manche Aspekte meiner Aufnahmen letztlich überraschend anders klingen, als ich eigentlich dachte. Deshalb nehme ich Stücke nach dem Lernen am Ende auf um nochmals manches daraus zu lernen.
Es geht mir dabei nicht um Fehler.
Auch bei der Sonatina habe ich mich ja ein paar mal verspielt aber das ist kein Problem, weil mir die Korrekturnotwendigkeit natürlich bewusst ist.

Die letzten Monate habe ich z.B. besonders die rechte Hand trainiert. Arpeggien rauf und runter mit abwechselndem Apoyando mit einzelnen Saiten oder Fingern. Und natürlich Tongebung. (Merke jetzt, dass ich unbedingt vernachlässigte Bindungen trainieren muss).
Beim Campo hatte ich mich z.B. bei den sich wiederholenden Quadrupeln (hoffe der Ausdruck ist korrekt) im Rhythmus entschieden konsequent nicht im-Wechselschlag zu verwenden (den kann ich nicht locker schnell und sauber) sondern pima. Vorteil ist natürlich, dass man dann automatisch p mit Betonung spielen kann. Ein Triolen-pami wäre eine Alternative. Hat halt gewisse Vor- und Nachteile.

Ein wichtiger Punkt, den ich beim Anhören bemerkte ist die Tongebung. Wie man hört gehen z.B. die laut-leise Kontrastierungen z.B. bei der Fiesta recht gut. Aber Nuancierungen sind teils wirklich sch...e.
Z.B bei der chromatischen Abwärtsphrase beim Campo (3:37) wollte ich nicht nur leiser werden, sondern den Ton auch langsam weicher machen. Klingen tut es, als wenn man plötzlich Ohropax einstöpselt.
Auch beim 2. Satz wollte ich bei 5:45 als Kontrast etwas aggressiver anschlagen. Aber nicht so extrem! Beim Anhören klingt es so scharf wie mit den Zähnen angerissen.
Etwas übertrieben klingen mir bei der Aufnahme doch auch die Dämpfungen am Anfang von Fiesta (8:35). Ist ja fast Stakkato. Die Akkorde, wie die Meisten, aber durchklingen zu lassen finde ich nicht gut. Wenn man sich sein Manuskript ansieht, glaube ich, dass Ponce vielleicht Pausenzeichen da einfach vergessen hat.
Noch zum Tempo: Das Campo, (abgesehen von den beiden von Ponce angegebenen Stellen) tempomäßig gleichmäßig einigermaßen flott durchzuhalten ist schon schwer. Segovia, der als Auftraggeber und Ponces Freund es ja wissen muss hat in einem alten Youtube- Video einen Schüler wegen seinen Ritardandi gezwiebelt und auf ein gleichmäßiges Tempo hingewiesen.
Klar! mit Ritardandi kann mann kurz mal rasten.
Aber so fantastievoll wie es Tamayo in einem Youtube Video meint das interpretieren zu können ;-)


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