"The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

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Manfred
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Manfred » So 29. Jul 2018, 10:25

Und der Autor schweigt dazu. Wie schön!

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Bernd C Hoffmann
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 29. Jul 2018, 13:11

Manfred hat geschrieben:Und der Autor schweigt dazu. Wie schön!

Na und? Es ist Urlaubszeit. Zudem kann er selbst entscheiden, ob er was dazu sagen möchte. So wichtig ist das nicht.
Liebe Grüße
Bernd
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grenner
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon grenner » So 29. Jul 2018, 15:27

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Und der Autor schweigt dazu. Wie schön!

Na und? Es ist Urlaubszeit. Zudem kann er selbst entscheiden, ob er was dazu sagen möchte. So wichtig ist das nicht.


Schweigsam wie ein Stein. Vielleicht ist das die Idee dahinter :!:

Reza Chitsaz
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Reza Chitsaz » Do 9. Mai 2019, 14:14

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
grenner hat geschrieben:
Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Dieses Stück erschließt sich mir überhaupt nicht. Kannst Du bitte etwas zu der Idee hinter dem Stück sagen?


Rosjaros greift im Kontext der hier vorgestellten Präsentationen deutlich die Strukturen der Neuen Musik auf. Denen liegt immer eine Idee zu Grunde. Am vorliegenden Stück kann ich keine systemische Struktur erfassen, zumindest finde ich keine. Deswegen fällt mir der Zugang hierfür sehr schwer. Möglicherweise ist dies genau die Idee dahinter; also die Aneinanderreihung losgelöster Klangpartiale zu einer bewusst unklar improvisierten Aussage. Und vielleicht gab es überhaupt keine feste Ausgangsidee, sodass man aus einer Anfangsmelodie oder Intervallfolge einfach spontan drauf los improvisiert hat, und dieser Vortrag ist daraus entstanden. Wie gesagt, ich weiß und verstehe es nicht.

Man muss nicht extrem hart sein, um sich diese Musik anzuhören, denn es ist genauso ein Habituationsprozess, wie alles andere auch. Man muss nur bereit sein, sich dafür zu öffnen.

Lieber Bernd, ich finde deine Interpretationsansätze hier sehr gut, danke! Mit Strukturensuche tut man sich hier recht schwer, alles schwebt so (manchmal doch auch zart atmosphärisch) vor sich hin. Mit der Bildfolge zusammen ist es doch anhörbar - vielleicht tatsächlich nicht gerade ein paar Stunden lang ;)
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Andique
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Andique » Do 9. Mai 2019, 15:12

Ich bin kein grosser Fan neuer Musik, aber durchaus neugierig. Ich finde dieses Essay, dass im SWR 2 lief, sehr informativ:
https://www.swr.de/swr2/programm/sendun ... index.html
liebe Grüsse, Andreas

Das Leben ist kein Problem, dass man lösen muss, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

Reza Chitsaz
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Reza Chitsaz » Fr 10. Mai 2019, 19:34

Andique hat geschrieben:Ich bin kein grosser Fan neuer Musik, aber durchaus neugierig. Ich finde dieses Essay, dass im SWR 2 lief, sehr informativ:
https://www.swr.de/swr2/programm/sendun ... index.html

Danke Andi, habe schon reingehört, ein interessanter Essay. Da wird es so gesehen wie ich es auch empfinde: Die Neue Musik ist bei den allermeisten Menschen nicht angekommen, die vielen Jahrzehnte nicht...
Liebe Grüße Reza
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wolfgang
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon wolfgang » Fr 10. Mai 2019, 20:17

In dem Essay wird die Apologetik der neuen Kleider des Kaisers betrieben. Die Auswüchse der Neuen Musik sind dem Originalitätszwang in der Kunst geschuldet. Dabei übersieht man dass die Schublade derer, die in keine Schublade passen wollen, die Überfüllteste ist.
Frei nach Erich Fromm 'Haben oder Sein': Wenn ich schon nicht spielen kann wie Eric Clapton, möchte ich wenigstens seine Gitarre haben.

Roberlin
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Roberlin » Sa 11. Mai 2019, 08:00

Mir scheint, hier haben einige den Essay recht oberflächlich rezipiert. Dessen größter Unsinn liegt in der von Adorno übernommenen These, dass rhythmisch stringente Musik ein Äquivalent zur arbeitsmäßigen Taktung des Kapitalismus sei. Mit der Herabwürdigung Strawinskys hat Adorno der Musikphilosphie großtmöglichen Schaden zugefügt. Leider wurde diese Art der Ideologisierung von großen Teilen der neuen-Szene übernommen.
Vor diesem Hintergrund dürfte kein kapitalismuskritischer Gitarrist Villa-Lobos mit gutem Gewissen spielen.
DIe Koppelung von Musik an Gesellschaftskritik ist einfach sinnlos. Sie wirkt generell gerade hier im Gitarrenforum, wo fast nur gefällige Gitarrenmusik propagiert und praktiziert wird, wie ein Fremdkörper...

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Andique
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Andique » Sa 11. Mai 2019, 11:14

wolfgang hat geschrieben:In dem Essay wird die Apologetik der neuen Kleider des Kaisers betrieben. Die Auswüchse der Neuen Musik sind dem Originalitätszwang in der Kunst geschuldet. Dabei übersieht man dass die Schublade derer, die in keine Schublade passen wollen, die Überfüllteste ist.

Das bezweifele ich doch stark. Da hier niemand seine Behauptungen mit Nachweisen zu untermauern glauben zu müssen, tue ich das auch nicht; bin zu faul dazu.
Ich denke, dass die Anzahl an Aufführungen neuer Musik gegenüber tonaler, "normaler" Musik im einstelligen Prozentbereich liegt. Und bei der Anzahl an Komponisten/innen neuer Musik wird es genauso sein.
liebe Grüsse, Andreas

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Roberlin
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Roberlin » Sa 11. Mai 2019, 14:20

Der Link zu dem Essay ist von Anfang an fehl am Platz, da das Stück der Rhythm Strings für meine Ohren ganz offensichtlich eine mehr oder minder freie Improvisation darstellt, eventuell mit ein paar Absprachen. Das denke ich zumindest, solange mich der Threaderöffner nicht korrigiert. Es ist daher kaum mit Recht als Komposition zu begreifen und hat weder etwas mit "Neuer Musik" (mit Majuskel...), noch mit der im Essay grundsätzlich diskutierten Problematik zu tun.


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