Fängt ja seltsam an ;-)

Unterrichtsformen, Methodik, Didaktik, die Gitarre aus pädagogischer Sicht

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zebulon553
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Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon zebulon553 » Mi 15. Jan 2014, 15:33

Hallo

Gleich bei der Anmeldung kommt ja eine Prüfungsfrage (Diese Frage dient dazu, automatische Eingaben zu erkennen und zu unterbinden.) - aber was soll ein Anfänger mit null Wissen auf so etwas antworten:

"Vollständiger Name des Gitarrenbauers, der für Arcas & Tarrega eine Gitarre baute?:

Also ich war heilfroh, das nach erfolgter (natürlich fehlerhafter) Antwort, eine neue Frage kam - alles kein Problem, aber schon sehr irritierend ... :mrgreen:

Nun zur eigentlichen Vorstellung:

Ich bin 55 J. "alt" und habe eigentlich keinerlei Musikkentnisse (weder theoretisch, noch praktisch), dafür aber viel Interesse an Musik der verschiedensten Richtungen (von Rock bis Klassik), war früher viel auf Konzerten - und bewundere/beneide eigentlich immer schon Menschen die ein Instrument "beherrschen". Und mit "beherrschen" meine ich gar nicht nur Profis, sondern eben gerade auch den normalen Musiker aus Spaß an der Freude.

Leider gehöre ich noch zu der Generation, der recht seltsame Musiklehrer mit Blockflöte und sturem Notenlernen, sowie Singsang a la "do, re, mi, fa, sol, la, si, do" ebenso beharrlich wie "erfolgreich" jedes weitere Interesse an praktizierter Musik auf Jahre/Jahrzehnte ausgetrieben haben :shock:

Aber das Intersse kam irgendwann halt doch wieder hoch, irgendwann vor vielen Jahren hatte ich dann mal die Idee "Klassiche Gitarre" lernen zu wollen, fand eine (rückblickend betrachtet) sehr gute Lehrerin, die als Exilrussin sogar mal an einem Konservatorium in Moskau unterrichtet hatte. Aber siehe da - da war wirklich strenges Lernen angesagt - streng u. langsam. S.h. erst mal richtig sitzen üben, dann nächste Stunde richtig Gitarre halten, dann nächste Stunde richtig zupfen lernen usw. usw. Auf meine Frage wie lange es denn dauern würde, bis ich auf die Art spielen könne, antwortete sie:

"Jahre - denn bei mir lernen sie richtig Gitarre spielen. Wenn Sie auf die Schnelle "Erfolg im Sinne von Lagerfeuerromantik/Mädels imponiern" haben wollen, sind sie bei mir verkehrt.."

Tja, und leider habe ich mich damals davon abschrecken lassen - und wieder war das praktische Erlernen in weite Ferne gerückt....

Aber mittlerweile sind weitere/viele Jahre vergangen und angeblich wird man ja im "Alter" weise - zumindest ruhiger, besonnener und man hat etwas mehr Zeit - und so (ich hoffe mein Roman fällt nicht zu lange aus ?) habe ich mich jetzt seit Monaten mit dem Gedanken getragen, es noch einmal von ganz vorne zu versuchen, endlich Klassikgitarre zu erlernen. Der Weg der mir dabei vorschwebt, ist eigentlich genau der, den ich damals bei der genannten Russin, noch nicht bereit war zu gehen. Langsam und kontinuierlich richtig zu lernen. Oder wie euer Moderator Bernd Hoffmann es hier (ihr seht ich lese schon eine Weile "heimlich " mit - u. finde euer Forum wirklich informativ/hilfsbereit und meist sogar nett im Ton ;) ) so absolut treffend formuliert hat:

"Notenkenntnisse alleine bringen gar nichts, wenn man nicht gelernt hat, sie auf der Gitarre umzusetzen. Meine Erfahrung gezeigt, dass sie das ohne mehrjährigen Aufwand nie hinkriegen werden, weil sie die Präzisionsarbeit der klassischen Ausbildung überhaupt nicht kennengelernt haben."
viewtopic.php?f=20&t=863

Das finde ich sehr treffend formuliert - und genau diesen Weg möchte ich jetzt gehen ..

Dazu habe ich mir bereits eine Gitarre gekauft, ich wollte nicht gleich im Hochpreisbereich einsteigen (muß leider rechnen :twisted: ), war mir aber auch rel. schnell darüber im klaren (aufgrund Lebenserfahrung u. Lesen zahlreicher entsprechender Forenbeiträge) das "Billig" im Endeffekt teuer sein kann und (was noch weit schlimmer ist) mir vermtl. auch den beginnenden Spaß gleich wieder verderben würde. Also, habe ich versucht mit einer soliden Anfängergitarre ein zu steigen, da hat sich für mich die Wahl recht schnell auf Duke bzw. Hanika eingeschränkt - auch wenn ich bei den Preisen nat. erst mal schlucken mußte. Es wurde schließlich (nach ausgiebigem Testen/Zuhören - zuletzt zw. Hanika 50 in Fichte o. Zeder) ) eine "Hanika 50 PC" - wobei ich mit dem Preis insofern Glück hatte, das ich nicht war "gezwungen" online zu kaufen (ich finde man sollte, wo möglich - lieber den Fachhandel vor Ort unterstützen) - da mir ein ortsansässiger Musikhändler den Thom... Preis (819,- Eu) anbot und das mit einer Null % Finanzierung. Damit war der Weg (auch im kritischen Januar) frei - und ich bin jetzt erst mal hier gelandet (liest überhaupt noch Jemand mit ?) :oops:

Ich wil jetzt mit Hilfe von Internet/Buch u. CD (was haltet ihr hiervon : http://www.amazon.de/Garantiert-Konzert ... C3%BCtzung )erst mal die wichtigsten Akkorde lernen/speziell sie zu greifen lernen u. mir paralel dazu einen Lehrer (privat, falls finanziell machbar - was ist da "üblich ? Oder VHS/Musikschule) suchen, damit sich nicht schon zu Beginn Fehler einschleichen. Denn auch wenn ich nat. nicht so naiv bin zu glauben, dass ich noch wirklich "berühmt" werde :lol: , oder später ein Musikstudium zu beginnen, so würde ich halt schon gerne wie Bernd es so treffend formuliert hat "die Präzisionsarbeit der klassischen Ausbildung kennen lernen".

Oder nehme ich mir da zu viel vor, ist das bei mäßiger (wenn überhaupt) Begabung und meinem "Alter" evtl. zu hoch gegriffen ? Ich will das nicht glauben und bin bereit zu "arbeiten" - also was meint ihr ?


Ende - noch Jemand da ? Dann Danke für eure Geduld :mrgreen:

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Heike
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon Heike » Mi 15. Jan 2014, 18:58

Also ich habs in voller Länge gelesen! :D :D :D
Wenn Du irgendwie die Kohle zusammenkriegst, such Dir Unterricht, Du kannst soviele "Umwege" umgehen, wenn Dir sofort jemand zeigt, wie es richtig geht- und an Musikschulen kannst Du auch immer wieder absolute Spitzenkräfte finden! VHS-Gruppenunterricht würde ich eher nicht empfehlen, es geht ja bei Dir nicht mehr um "malreinschnuppern", sondern Du willst es ja lernen..
berichte dann mal, wie es bei Dir weitergeht!
Liebe Grüße
Heike

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juergenfr
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon juergenfr » Mi 15. Jan 2014, 19:49

Hallo Zebulon,

auch ich habe Deinen Bericht ganz gelesen. Zuerst einmal herzlich willkommen im Forum. Ich kann das von Heike gesagte nur unterstreichen.

Es ist sehr schön, dass Du das Gitarre spielen erlernen willst. Mach es von Anfang an richtig (denke dabei bitte an die Worte der russischen Gitarrenlehrerin).

Ein richtiger, guter Gitarrenlehrer wird Dir beim Erlernen behilflich sein. Der große Vorteil bei einem Gitarrenlehrer ist der, dass er Dich sofort bei einem Fehler korrigiert. Fehler die sich beim Lernen ohne Lehrer "einschleichen", kann man später nur sehr mühselig wieder abstellen.

Zu Deiner Wahl der Gitarre kann ich Dich nur beglückwünschen. Hanika ist eine gute Wahl. Ich selbst spiele die 60 PF und bin sehr zufrieden.

LG

Jürgen aus Badbergen

zebulon553
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon zebulon553 » Mi 15. Jan 2014, 20:05

Hallo Heike und Jürgen

Vielen Dank für das nette "Willkommen" - ich werde jetzt in den nächsten Tagen versuchen raus zu finden ob es in meiner Gegend eine/n entsprechende/n Lehrer gibt - und vor allem was es kostet. Dabei mal die Frage in die Runde - mit was muß man bei Einzelunterricht in etwa rechnen ?

Silvius
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon Silvius » Mi 15. Jan 2014, 20:51

Hallo Zebulon,
an meiner Musikschule (städtisch) zahlt man 54€ monatlich (auch in Ferienzeiten), dafür gibt es
einmal wöchentlich eine halbe Stunde Einzelunterricht. In den Schulferien fällt der Unterricht aus.
Manche städtische oder staatliche Musikschulen verlangen für erwachsene Schüler einen Aufschlag
von 20-30% (weil sie für Kinder und Jugendliche Zuschüsse erhalten).
Viele Grüße
Silvius

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Bernd C Hoffmann
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 15. Jan 2014, 21:29

Hallo Zebulon,

auch ich habe alles gelesen. Herzlich willkommen und danke für die Blumen ;)

In die VHS würde ich auch nicht gehen. Die Gruppen sind gelegentlich größer und der Langsamste bestimmt den Fortschritt. Bei uns war die VHS aus diesen und anderen Gründen ein mir willkommener Schülerlieferant :)

Was Preise betrifft, städtische Musikschulen haben ihre eigenen Preise, die meist günstiger sind. Für Gitarrenlehrer gibt es keine "übliche" Hausnummer. Ich werde auch solche Diskussionen im Forum unterbinden. Wer von seinem Job leben muss und bspw. in München lebt, der wird einen hohen Preis pro Unterrichtseinheit verlangen müssen.

Wovon Du Dich verabschieden solltest, ist die Idee, mit dem verlinkten und Buch und die zugehörige Internetunterstützung zu lernen und Dir dazu einen Lehrer zur Kontrolle nimmst. Jeder Lehrer hat sein eigenes Programm. Wer bei mir Unterricht genommen hat, der hat sich für mein Programm entschieden. Insbesondere lässt sich kein Lehrer sein Wissen für sporadische Unterrichtseinheiten zum Normalpreis "anzapfen". Heike´s Hinweis kann ich auch unterstreichen.

Was das Suchen von Lehrern betrifft, hilft Dir vielleicht diese Seite weiter: http://www.musiklehrer.de

Viel Erfolg beim Finden des richtigen Gitarrenlehrers und Spaß beim Lernen!
Liebe Grüße
Bernd
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zebulon553
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon zebulon553 » Mi 15. Jan 2014, 22:05

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Hallo Zebulon,
auch ich habe alles gelesen. Herzlich willkommen und danke für die Blumen ;)


Danke - und gern geschehen.

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:In die VHS würde ich auch nicht gehen. Die Gruppen sind gelegentlich größer und der Langsamste bestimmt den Fortschritt.


Da fürchte ich das du recht hast (mal abgesehen von den seltsamen Themen wie "Spielen wie Keith Richards") ich kenne das (leider) vom dortigen Sprachunterricht.Und ich bezweifle sehr das ein VHS Angebot "Klassik mit der Gitarre" gibt bzw. geben wird. Die Nachfrage nach "leichterer Kost" dürfte wohl überwiegen.....

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Was Preise betrifft, städtische Musikschulen haben ihre eigenen Preise, die meist günstiger sind. Für Gitarrenlehrer gibt es keine "übliche" Hausnummer. Ich werde auch solche Diskussionen im Forum unterbinden. Wer von seinem Job leben muss und bspw. in München lebt, der wird einen hohen Preis pro Unterrichtseinheit verlangen müssen.


War auch nur als ungefähre Info für mich gedacht, aber ich habe verstanden.

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Was das Suchen von Lehrern betrifft, hilft Dir vielleicht diese Seite weiter: http://www.musiklehrer.de


Leider Nein, trotzdem danke. Es gibt in der zeitlich einrichtbaren Umgebung nur einen einzigen dort gemeldeten Lehrer - und der ist klar auf Westerngitarre ausgerichtet. Scheint schwierig zu werden, aber ich rufe die Tage mal die Musikschulen an, evtl. können die entsprechende Infos vermitteln. Ich vermute einstweilen, dass sich (warum auch immer) nicht jeder Lehrer dort registrieren läßt.

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Viel Erfolg beim Finden des richtigen Gitarrenlehrers und Spaß beim Lernen!


Danke, ich denke es wird schon klapper, braucht halt erst mal einen Startpunkt.

bassklampfe
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon bassklampfe » Mi 15. Jan 2014, 23:21

Das nenne ich mal 'ne Vorstellung. :shock: Soviel haben andere hier nach Monaten nicht preisgegeben. ;) Oder heißt es zugegeben? :mrgreen:

Bezgl. Lehrern ist ja schon viel gesagt worden. Falls du eine Gegend nennst, kann dir vielleicht jemand hier per PM einen Tipp geben, andererseits ist eine Musikschule sicher ein guter Ansprechpartner. Es gibt sicher auch Möglichkeiten, eine 3/4-Stunde zu bekommen oder eine ganze, evtl. dann 14-tägig. Für den Anfang ist wöchentlich eine halbe Stunde aber vielleicht sogar empfehlenswert – was meinen die anderen dazu?

Viel Spaß hier!
______________
Gruß
bassklampfe

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Bernd C Hoffmann
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 16. Jan 2014, 00:14

Ich hatte 30 Minuten Einzelunterricht angeboten. Das funktioniert sehr gut, wenn der Unterrichtsplan darauf abgestimmt ist. Mit "für den Anfang" hat das nichts zu tun. Das kann man solange beibhalten, wie man will. 2wöchigen Unterricht kann man nach meiner Erfahrung vergessen => Auf Schülerseite ist "Aufschieberitis" nahezu garantiert.

@ bassklampfe
Bitte denke daran, dass das hier um Vorstellung geht. Eine Diskussion über Unterricht kann im betreffenden Forum fortgeführt werden.
Liebe Grüße
Bernd
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kallemann
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Re: Fängt ja seltsam an ;-)

Beitragvon kallemann » Do 16. Jan 2014, 14:29

Hallo zebulon,
da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Wenn Du klassisch nach Noten lernen willst, dann suche Dir einen guten Lehrer der auch klassische Gitarre unterrichten kann. Es gibt auch Schulen die klassische Gitarre nur nebenher machen. Achtung! Im übrigen habe ich auch erst in dem Alter mit Noten angefangen weil ich wissen wollte wie Musik "funktioniert". Es funktioniert ! Viel Erfolg. kallemann


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