Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

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el_guitarrero
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Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon el_guitarrero » Mi 13. Mär 2019, 22:07

Hallo,

ich habe eine ältere Ramirez 1a mit einige kleinen Macken, d.h. an einigen Stellen ist der Lack ab. Ein Geigenbauer empfahl mir Nagellack zum Auffüllen oder Sekundenkleber. Gleiches auch für einen kleinen Riss auf der Rückseite, ca, 5cm lang. Ich weiß nicht, ob das unorthodox ist....?

Mir geht es nicht um die Optik, sondern nur darum die Gitarre vor Dreck / Feuchtigkeit etc. zu schützen und diese Macken zu verschliessen. Daher weiß ich nicht ob ich das Ganze nicht doch lieber von einem Gitarrenbauer begutachten lasse...
Einige Bünde sind auch abgespielt - und könnten erneuert werden.

Daher bin ich auch für Tips dankbar, welche Gitarrenbauer im Raum Düsseldorf empfehlenswert sind.

Danke! :D

CG-Fan
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon CG-Fan » Mi 13. Mär 2019, 22:25

In Düsseldorf selber kenne ich nur eine Reparaturwerkstatt für Konzertgitarren und die würde ich nicht unbedingt empfehlen wollen.

Meine Empfehlung wäre Helmut Stauder in Schwalmtal/End, dank der A52 schnell und einfach von Düsseldorf zu erreichen. Sehr erfahren, baut selber und repariert wirklich fast alles. Er kennt sich u.a. mit Ramirez sehr gut aus, wird dich kompetent und kostenbewusst beraten, was man wie und zu welchen Kosten machen kann und hat so moderate Preise, dass das die Fahrtkosten mehr als kompensiert. ;) :D

Ach ja, Webseite gibt’s nicht! Ist halt ein bischen altmodisch der Helmut! :lol:

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 13. Mär 2019, 22:35

Womit Du bei Ramírez ein Problem hast, ist der Lack. Außer Ramírez selbst weiß niemand, welchen Lack er genommen hat. Den Tipp mit Sekundenkleber kannst Du vergessen, Nagellack ebenso, denn damit versaust Du zusätzlich die Kontaktstellen mit den Substanzen. Wenn Du sicher gehen willst, dann kannst Du Dich an Cristina Ramírez wenden und nachfragen, ob sie den Lackfehler ausbessern können, ohne, dass der bisherige beschädigt wird. Die Zusammensetzung des Lacks bei Ramíerez wurde immer so gehütet, wie das Rezept von Coca Cola. Wenn Du bei der Decke auf Nummer Sicher gehen willst, dann würde ich sie komplett abschleifen und neu lackieren lassen. Das kann im Grunde auch jeder. Von einem weiß ich, dass er es sehr gut macht. Das ist Christian Stoll. Aber der hat seine Werkstatt im Taunus. Ich glaube, Bernhard Kresse ist näher bei Dir. Ansonsten könntest Du Dieter Wegner anrufen, wo er eine alte Ramírez hinbringen würde. Seinem Rat würde ich folgen.

Die Bünde kann Dir jeder x-beliebige Gitarrenbauer auswechseln.
Liebe Grüße
Bernd
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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 13. Mär 2019, 22:38

CG-Fan hat geschrieben:Ach ja, Webseite gibt’s nicht! Ist halt ein bischen altmodisch der Helmut! :lol:

Dann schick ihn mal zu mir hin. Ich fange bald wieder mit Webdesign an.
Liebe Grüße
Bernd
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el_guitarrero
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon el_guitarrero » Do 14. Mär 2019, 07:27

Vielen Dank euch beiden für die hilfreichen Tips!
:D

bassklampfe
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon bassklampfe » Do 14. Mär 2019, 12:50

Bernhard Kresse in Köln, Fachmann für historische Gitarren, daher evtl. passend
Evtl. bei Wegener-Gitarren in Köln nachfragen, der weiß sicher jemanden

Sonst:
Jens Towet in Kevelaer
Ernie Rissmann in Münster
Stefan Rössler in Everswinkel
Walter Kraushaar in Aachen, eventuell

Oder weiter weg, einen reinen Ramirez-Spezialisten kene ich nicht, gibt's aber bestimmt
______________
Gruß
bassklampfe

grenner
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon grenner » Do 14. Mär 2019, 14:10

el_guitarrero hat geschrieben:Hallo,

ich habe eine ältere Ramirez 1a mit einige kleinen Macken, d.h. an einigen Stellen ist der Lack ab. Ein Geigenbauer empfahl mir Nagellack zum Auffüllen oder Sekundenkleber. Gleiches auch für einen kleinen Riss auf der Rückseite, ca, 5cm lang. Ich weiß nicht, ob das unorthodox ist....?

Mir geht es nicht um die Optik, sondern nur darum die Gitarre vor Dreck / Feuchtigkeit etc. zu schützen und diese Macken zu verschliessen. Daher weiß ich nicht ob ich das Ganze nicht doch lieber von einem Gitarrenbauer begutachten lasse...
Einige Bünde sind auch abgespielt - und könnten erneuert werden.

Daher bin ich auch für Tips dankbar, welche Gitarrenbauer im Raum Düsseldorf empfehlenswert sind.

Danke! :D


Du kannst Sekundenkleber schon zum Auffüllen von kleinen Macken nehmen, vor allem bei einem Korpus aus Palisander klappt das gut. Am Besten ist es, wenn man ein paar Tropfen Sekundenkleber in die Macke träufelt und dann mit einem gebrauchten Sandpapier drüberschleift. Dann vermischt sich der Schleifstaub mit dem Sekundenkleber und Du bekommst eine fast unsichtbare Füllung und eine glatte Oberfläche. Eventuell wiederholen. Das hat natürlich Grenzen. Für größere Defekte ist das nichts. Auch funktioniert das nicht so gut auf Weichholz. Auf der Decke kann man es machen, die Macke kann auch gut gefüllt werden, aber die Stelle bleibt ziemlich sicher sichtbar. Allerdings musst Du dann noch Nachlackieren.

Wenn Dir die Optik egal ist würde ich die bearbeiteten Stellen einfach mal Ölen oder Wachsen, oder es mal mit Schellack versuchen. Das greift zumindest den restlichen Lack nicht an und wäre dann alles in allem die Eco-Variante.
Die Top Variante wäre, den Korpus komplett abzuschleifen (falls es Schellack ist reicht anschleifen) und dann eine neue Schellackpolitur aufbauen. Ist nicht schwierig, nur etwas zeitaufwändig (außer Du machst die Carl-Herrmann Schäfer Variante, dann bist Du in einem Tag fertig).

bassklampfe
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon bassklampfe » Do 14. Mär 2019, 14:24

grenner hat geschrieben:außer Du machst die Carl-Herrmann Schäfer Variante, dann bist Du in einem Tag fertig).

Was ist dieses?
______________
Gruß
bassklampfe

grenner
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon grenner » Do 14. Mär 2019, 14:53

bassklampfe hat geschrieben:
grenner hat geschrieben:außer Du machst die Carl-Herrmann Schäfer Variante, dann bist Du in einem Tag fertig).

Was ist dieses?


Siehe den thread: mi nueva novia von Kuno Wagner. Der hat sich eine Gitarre von Carl-Herrmann Schäffer bauen lassen, die an einem Tag schallackiert wurde. Wie immer der das gemacht hat. Kuno ist jedenfalls immer noch zufrieden.

el_guitarrero
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Re: Gitarrenbauer für Restaurierung gesucht

Beitragvon el_guitarrero » Fr 15. Mär 2019, 13:25

Danke an alle für die hilfreichen Tipps! Ich werde jetzt Jens Towet einen Besuch abstatten und berichten... :D


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