Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

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Bernd C Hoffmann
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 10. Aug 2019, 20:35

Eben. Für ´ne Gropius hat´s leider nicht gereicht :lol:
Liebe Grüße
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jowori
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon jowori » Do 15. Aug 2019, 13:29

Hallo,
ich habe leider sehr schlechte Erfahrungen mit Gropius gemacht.
Er sollte in Auftrag eines Käufers einer meiner Gitarren (Malapanis),auf meine Kosten, als Service für den Käufer,
die Kanten der Bundstäbchen abschleifen und deckte dabei den oberen Teil der Decke mit Klebeband ab.
Beim Abziehen blieb der Schellack hängen und er versuchte dies irgendwie zu kaschieren.
Der Käufer, ein Freund von Gropius und kein Unbekannter auf dem Gebiet des Handels mit Konzertgitarren,
weigerte sich daraufhin die Gitarre zu behalten, beziehungsweise bot mir an sie für einen "guten" Preis zu behalten.
Ich bat die Gitarre per Express auf meine Kosten zurück zu senden und beschloss beide Persönlichkeiten in Hinkunft zu meiden.
Als ich sie aus dem Koffer nahm war ich allerdings geschockt. Die Decke bot eine Optik, welche sie unverkäuflich machte.
Unverzüglich kontaktierte ich Gropius, welcher lapidar meinte, da war nichts zu machen und ich solle halt versuchen sie in dem Zustand zu verkaufen!

Wenn er sein Auto zum Reifenwechsel bringt und die Werkstatt ihm dabei den Lack der Kühlerhaube ruiniert,
bezweifle ich, dass er sich mit einer solchen Antwort zufrieden geben würde.

Die Gitarre wurde dann von einem hiesigen Gitarrenbauer mit einer neuen Schellackpolitur versehen, was natürlich teuer war.
Ich verstehe, dass Gropius diesen Aufwand scheute, aber mit solchem Verhalten hätte er bei mir für die Wertschätzung seiner Person und damit auch seiner Arbeit und Instrumente gesorgt.
LG,
Jowori

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Bernd C Hoffmann
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 15. Aug 2019, 22:19

Bevor ich eine Gitarre übergebe, dokumentiere ich vorher den Zustand durch Fotos und Videos mit eingeblendetem Datum. Wichtig ist, dass die Fotos im Druckzustand qualitativ hochwertig sind und ein klares, authentisches Bild über den Zustand aufzeigen. Sonst könnte die Gegenseite behaupten, dass die Medien keine Beweiskraft haben, weil sie zu unscharf sind. Besser ist es, wenn man einen Zeugen dabei hat, der dem Eigentümer gegenüber die Anwesenheit von den Aufnahmen bis hin zur fertiggestellten Verpackung anschließend schriftlich bestätigt. Stimmt der Rückgabezustand nicht, dann rufe ich an. In Deinem Fall hättest Du damit Schadenersatz durchsetzen können.
Liebe Grüße
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon jowori » Fr 16. Aug 2019, 00:58

Natürlich hätte ich Schadenersatz einklagen können, da alle Beteiligten genau wussten worum es sich handelt und ich extra nach Stuttgart für eine persönliche Übergabe und Bestätigung des Käufers reiste.
Ich hatte mich aber dann entschieden, mir den Rechtsstreit nicht anzutun.

Ich denke Dein Ratschlag ist wirklich wertvoll, denn wie ich seitdem feststellen konnte,
ist eine lückenlose Dokumentation oft schon ausreichend für korrektes Verhalten.

Ich möchte noch hinzufügen, dass der eigentliche Anlass meines Postings nicht die Absicht war, die Reputation von Gropius zu beschädigen, sondern vielmehr das Unverständnis über ein Verhalten, welches genau diese aufs Spiel setzt.

Dass es auch anders geht möchte ich an einem, wenn auch vielleicht extremen Beispiel, nicht unerwähnt lassen.
Vor vielen Jahren kaufte ich eine Gitarre von Frank-Peter Dietrich.
Im Jahr darauf traf ich ihn auf einer Instrumentenausstellung. Da ich meine Gitarre dabei hatte verglich ich diese mit seinem neuesten Modell. Als ich anerkennend bemerkte, dass die Neue noch besser ist, bot er an sie gegen Meine zu tauschen.
Mein nicht geringes Erstaunen über dieses Angebot quittierte er lächelnd mit:
"Der Kunde ist König"


LG,Jowori

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Bernd C Hoffmann
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Fr 16. Aug 2019, 04:20

jowori hat geschrieben:Ich möchte noch hinzufügen, dass der eigentliche Anlass meines Postings nicht die Absicht war, die Reputation von Gropius zu beschädigen, sondern vielmehr das Unverständnis über ein Verhalten, welches genau diese aufs Spiel setzt.

Da musst Du Dir keine Sorgen machen. Wie eine Rufschädigung kommt das nicht an. Deine Darstellung nehme ich als einen erlebten Erfahrungsbericht wahr, dem offenbar eine gewisse Schlechtleistung zu Grunde liegt, sachlich dargestellt. Sowas ist nicht schön, aber es kann eben passieren. Und wenn man damit nicht zufrieden ist, dann kann man das, wenn der betreffende Name fällt, ruhig sagen. Dass ihm das nicht zuträglich ist, hat er vorher gewusst.
Liebe Grüße
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon grenner » Sa 17. Aug 2019, 12:54

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
jowori hat geschrieben:Ich möchte noch hinzufügen, dass der eigentliche Anlass meines Postings nicht die Absicht war, die Reputation von Gropius zu beschädigen, sondern vielmehr das Unverständnis über ein Verhalten, welches genau diese aufs Spiel setzt.

Da musst Du Dir keine Sorgen machen. Wie eine Rufschädigung kommt das nicht an. Deine Darstellung nehme ich als einen erlebten Erfahrungsbericht wahr, dem offenbar eine gewisse Schlechtleistung zu Grunde liegt, sachlich dargestellt. Sowas ist nicht schön, aber es kann eben passieren. Und wenn man damit nicht zufrieden ist, dann kann man das, wenn der betreffende Name fällt, ruhig sagen. Dass ihm das nicht zuträglich ist, hat er vorher gewusst.


Honi soit qui mal y pense, aber wo ist der Beweis, dass die Geschichte von jowori auch wahr ist?
Hatten wir nicht schon mal hier im Forum so einen Fall, der dann als "Versuch eine Gitarrenbauerexistenz zu vernichten" geendet hat. Ich bekomme irgendwie immer Bauchweh, wenn ich solch tendenziöse, unbeweisbare Anschuldigungen im Internet lese. Es ist ohnehin nicht leicht heutzutage als Gitarrenbauer zu existieren. Da sind derartige Anwürfe in einem "seriösen" Forum durchaus rufschädigend. Ich würde mich an der Stelle von Herrn Gropius dagegen verwehren.

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Bernd C Hoffmann
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 17. Aug 2019, 15:49

grenner hat geschrieben:Honi soit qui mal y pense, aber wo ist der Beweis, dass die Geschichte von jowori auch wahr ist?
Hatten wir nicht schon mal hier im Forum so einen Fall, der dann als "Versuch eine Gitarrenbauerexistenz zu vernichten" geendet hat. Ich bekomme irgendwie immer Bauchweh, wenn ich solch tendenziöse, unbeweisbare Anschuldigungen im Internet lese. Es ist ohnehin nicht leicht heutzutage als Gitarrenbauer zu existieren. Da sind derartige Anwürfe in einem "seriösen" Forum durchaus rufschädigend. Ich würde mich an der Stelle von Herrn Gropius dagegen verwehren.

Ich kriege regelmäßig Bauchweh, wenn ich Deine Beiträge zu kritischen Haltungen lese! Dein wirklich dämliches Rechtsverständnis, das Du auch hier wieder zum Besten geben musst, kennen wir von Dir schon zu Genüge. Zu einem seriösen Forum gehört auch die Freiheit sich mit negativen Erfahrungen mitteilen zu können. Wenn Dir das Forum zu unseriös ist, dann sag mir einfach Bescheid. Ich kann Dich mit wenigen Klicks entfernen. Insbesondere werde ich mir solche Beiträge von Dir ab sofort nicht mehr antun und Dich dann sofort ungefragt vor die Tür setzen, weil Dir offensichtlich nicht egal ist, wer über die Grenzen dieses Forums entscheidet: Du jedenfalls nicht!

Ob ein kritischer Erfahrungsbericht für den betreffenden Gitarrenbauer rufschädigend ist, liegt nicht in der Verantwortung des Forums sondern ausschließlich beim Gitarrenbauer selbst. Es kommt vor, dass man nicht immer 100 % liefern kann. Aber dafür nimmt eben auch die Konsequenzen auf sich und geht für sich oder dem Kunden professionell damit um. Insbesondere ändert das nichts an der Handwerkskunst des Gitarrenbauers. Auch interessiert mich die finanzielle Lage von Gitarrenbauern überhaupt nicht. Sowas geht mich gar nichts an, Dich übrigens auch nicht. Das ist kein Maßstab, um hier die Meinung der Forenmitglieder einzuschränken - Deiner unerheblichen Ansicht nach!

Wir sind hier nicht vor Gericht. Beweise vorlegen muss hier grundsätzlich niemand. Ich gehe stets davon aus, dass das Forum in guter Absicht genutzt wird. Was die vernichtend geplante Absicht des "heinzschenk" betrifft, über ihn war bei Veröffentlichung seines Beitrags fast nichts bekannt, wohl aber fragwürdige Parallelbeiträge in anderen Foren. jowori hat hier eine kleine Vergangenheit mit Beiträgen aus völlig korrektem Auftreten vorzuweisen. Von daher sehe ich keinen Anhaltspunkt für negative Intentionen. Desweiteren hat jowori´s Beitrag nicht im entferntesten die Durchschlagskraft, um die Existenz eines renommierten Gitarrenbauers anzutasten. Davon abgesehen steht es A.-P. Gropius frei, ob er sich zu der Sache äußern möchte.
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon jowori » Sa 17. Aug 2019, 18:32

Ich glaube Bernd hat sehr angemessen mein Posting kommentiert und dabei vollkommen offen gelassen
ob die Geschichte so nun stimmt oder nicht, indem er darauf hingewiesen hat, wie solche Situationen zu vermeiden sind.

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Bevor ich eine Gitarre übergebe, dokumentiere ich vorher den Zustand durch Fotos und Videos mit eingeblendetem Datum. Wichtig ist, dass die Fotos im Druckzustand qualitativ hochwertig sind und ein klares, authentisches Bild über den Zustand aufzeigen. Sonst könnte die Gegenseite behaupten, dass die Medien keine Beweiskraft haben, weil sie zu unscharf sind. Besser ist es, wenn man einen Zeugen dabei hat, der dem Eigentümer gegenüber die Anwesenheit von den Aufnahmen bis hin zur fertiggestellten Verpackung anschließend schriftlich bestätigt. Stimmt der Rückgabezustand nicht, dann rufe ich an. In Deinem Fall hättest Du damit Schadenersatz durchsetzen können.



Mein Resümee war ohnehin klar:
...und beschloss beide Persönlichkeiten in Hinkunft zu meiden.



Ich denke nicht, dass mein Posting irgendjemand davon abhält die Gitarren
von Armin-Peter Gropius gering zu schätzen.
Ich habe auf der Suche nach dem idealen Instrument unzählige Gitarren gespielt,
zahlreiche Gitarrenbauer in Europa kennengelernt und deren Werkstatt besucht.
Mittlererweile kann ich schon sagen, dass die Werkstatt eines Gitarrenbaumeisters zu meinen Lieblingsorten gehört.
Dass die von Achim-Peter Gropius nicht dazugehört tut ihm nicht weh!

Lg,Jowori

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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon grenner » So 18. Aug 2019, 09:07

jowori hat geschrieben:Ich glaube Bernd hat sehr angemessen mein Posting kommentiert und dabei vollkommen offen gelassen
ob die Geschichte so nun stimmt oder nicht, indem er darauf hingewiesen hat, wie solche Situationen zu vermeiden sind.

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Bevor ich eine Gitarre übergebe, dokumentiere ich vorher den Zustand durch Fotos und Videos mit eingeblendetem Datum. Wichtig ist, dass die Fotos im Druckzustand qualitativ hochwertig sind und ein klares, authentisches Bild über den Zustand aufzeigen. Sonst könnte die Gegenseite behaupten, dass die Medien keine Beweiskraft haben, weil sie zu unscharf sind. Besser ist es, wenn man einen Zeugen dabei hat, der dem Eigentümer gegenüber die Anwesenheit von den Aufnahmen bis hin zur fertiggestellten Verpackung anschließend schriftlich bestätigt. Stimmt der Rückgabezustand nicht, dann rufe ich an. In Deinem Fall hättest Du damit Schadenersatz durchsetzen können.



Mein Resümee war ohnehin klar:
...und beschloss beide Persönlichkeiten in Hinkunft zu meiden.



Ich denke nicht, dass mein Posting irgendjemand davon abhält die Gitarren
von Armin-Peter Gropius gering zu schätzen.
Ich habe auf der Suche nach dem idealen Instrument unzählige Gitarren gespielt,
zahlreiche Gitarrenbauer in Europa kennengelernt und deren Werkstatt besucht.
Mittlererweile kann ich schon sagen, dass die Werkstatt eines Gitarrenbaumeisters zu meinen Lieblingsorten gehört.
Dass die von Achim-Peter Gropius nicht dazugehört tut ihm nicht weh!

Lg,Jowori



§ 187
Verleumdung
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


Ich würde, wenn ich so eine Geschichte öffentlich poste zumindest sehr darauf achten, dass ich diese auch wirklich beweisen kann. 5 Jahre im Bau stelle ich mir nicht lustig vor.

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Re: Der Gitarrenbauer Achim - Peter Gropius

Beitragvon jowori » So 18. Aug 2019, 14:28

Lieber Grenner,
you made my day! :roll:

Du bist doch einigermaßen drollig !
Selbstverständlich würde ich so etwas nicht posten, wenn ich es nicht belegen könnte.
jowori hat geschrieben:Natürlich hätte ich Schadenersatz einklagen können, da alle Beteiligten genau wussten worum es sich handelt

Es gibt Zeugen, Fotos vorher-nachher, einen sehr detaillierten Emailverkehr etc., eine Expertise des Gitarrenbauers welcher den Schellack erneuerte,sowie einige Details des ganzen Vorgangs habe ich gar nicht angeführt, weil ich hier ja keine Anklage führen möchte,
sondern eigentlich eine grundsätzliche Haltung zum Ausdruck zu bringen wollte.
Oder um es allgemein verständlich auszudrücken und den Bezug zum eigentlichen Thema herzustellen:

Dass für mich der persönliche Kontakt und die konkrete Erfahrung mit einem Gitarrenbauer wesentlich entscheidender
für mein Interesse und Wertschätzung sind,als eine noch so beeindruckende Internetperformance.

Ich denke auch dies war ausreichend dargestellt
jowori hat geschrieben:Ich möchte noch hinzufügen, dass der eigentliche Anlass meines Postings nicht die Absicht war, die Reputation von Gropius zu beschädigen, sondern vielmehr das Unverständnis über ein Verhalten, welches genau diese aufs Spiel setzt.Dass es auch anders geht möchte ich an einem, wenn auch vielleicht extremen Beispiel, nicht unerwähnt lassen.


Also Zorro, Rächer der Verleumdeten und Entrechteten, steck den Degen ein. ;)

LG, Jowori


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