Gitarre bis 1000 EUR

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Die Heike
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Die Heike » So 4. Okt 2020, 16:40

rwe hat geschrieben:
Gitarrenjan hat geschrieben:ich glaube, dass ich als Anfänger vorerst nicht in die Versuchung kommen werde, high tension Saiten aufzuziehen!
Probiere es aus, ich halte sie teilweise für einfacher bespielbar, da der "Widerstandspunkt" eindeutiger ist.


Ich glaube HT ist nicht gleich HT. Ich spiele bevorzugt Savarez 520 J gelb. Die laufen unter High Tension sind für mich aber extrem angenehm zu spielen und ich empfinde diese als elastisch und nicht besonders steif.

Dagegen habe ich die blauen Hannabach probiert (auch HT) und sofort wieder verworfen. Die haben sich für mich wie Drahtseile angefühlt, subjektiv sehr unangenehm zu spielen.

rwe
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon rwe » So 4. Okt 2020, 17:35

Die Heike hat geschrieben:Ich glaube HT ist nicht gleich HT. Ich spiele bevorzugt Savarez 520 J gelb. Die laufen unter High Tension sind für mich aber extrem angenehm zu spielen und ich empfinde diese als elastisch und nicht besonders steif. <..> Dagegen habe ich die blauen Hannabach probiert (auch HT) und sofort wieder verworfen.
Ja, Hannabach ist ziemlich extrem, Thomastik habe ich auch so in Erinnerung; Savarez und Optima verstehen unter "HT" etwas anderes... Was für jemandem "angenehm" ist, muss man sicherlich selbst herausfinden - und das auch noch je nach Instrument u.U. verschieden. Ich denke nur, dass die Gleichsetzung "Anfänger = weiche Saiten" in dieser Verabsolutierung nicht haltbar ist.

Gitarrenjan
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Gitarrenjan » Mi 14. Okt 2020, 11:51

Hallo,

den Tipp mit den SAVAREZ 520J Saiten habe ich gespeichert und ich werde sie auch noch ausprobieren (später, zunächst einmal auf meiner Höfner).

In einigen Beiträgen vorher hatte ich davon gesprochen, dass ich die Saitenlage meiner Höfner HZ27 (80er Jahre) auf 2,5 mm gelegt und einen Knochensteg eingebaut habe. Ich habe mir das jetzt noch einmal näher angesehen und festgestellt, dass sogar 2,25 mm möglich sind. Mache ich demnächst.

Jetzt habe ich eine zweite Höfner HZ27 in die Hand bekommen. Bei ihr habe ich die Saitenlage nur auf 3,5 mm legen können. Obwohl es die gleiche Gitarre ist (allerdings etwas unterschiedliches Baujahr, etwas neuer), sind die Verhältnisse hier anders, was mich verwundert hat.

Auch der Klang der zweiten Gitarre war anders (etwas "schlechter", blecherner). Das konnte ich und auch Zuhörer bei mir zu Hause in aller Ruhe und gewohnter Umgebung deutlich feststellen. Ja, es ist wohl so, dass man Gitarren vor dem Kauf anspielen sollte. Ich habe bei meinem Internet-Gebrauchtgitarren-Kauf Glück gehabt.

Damit bin ich mit meiner ersten Höfner HZ27 sehr zufrieden und bin froh, sie gefunden zu haben.

Liebe Grüße Christian

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Bernd C Hoffmann
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mi 14. Okt 2020, 14:14

Gitarrenjan hat geschrieben:In einigen Beiträgen vorher hatte ich davon gesprochen, dass ich die Saitenlage meiner Höfner HZ27 (80er Jahre) auf 2,5 mm gelegt und einen Knochensteg eingebaut habe. Ich habe mir das jetzt noch einmal näher angesehen und festgestellt, dass sogar 2,25 mm möglich sind. Mache ich demnächst.

Ich würde es nicht übertreiben. 3 mm sind schon wirklich gut. Unter 2,5 würde ich nicht gehen wollen, denn bei dynamisch sehr starken Passagen ist die Wahrscheinlichkeit des Bundschepperns fast immer so gut wie sicher. Zudem verändert sich der Ton und wird dünner und leiser. Bei spätestens 1,5 mm Unterschied hört man das sehr deutlich.

Was die neuere HZ27 betrifft, ich würde nicht grundsätzlich darauf schließen, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt die Gitarren schlechter gemacht worden sind. Höfner bis ca. 1.000 € habe ich selten einer Saitenlage von unter 3,5 mm in Erinnerung. Es wird auch keine Gitarre herstellerseitig bewusst verschlechtert. Ich würde hier auf einen statistischen Ausreißer tippen. Möglicherweise ein nicht ganz aufmerksamer Azubi, oder die Hälse waren knapp und man hat welche mit anderem Ansatzwinkel verwendet. Um da Klarheit mit einer halbwegs allgemeinen Aussage hinein zu bekommen, müsstest Du mehrere Modelle aus der gleichen Zeit antesten. Ohne Deine Begeisterung für diese Gitarre trüben zu wollen, für eine HZ27 würde ich mir die Mühe nicht machen. Aber wenn Du dieses Modell in Dein Herz geschlossen hast, dann ist das in jedem Fall nicht falsch.
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon bassklampfe » Do 15. Okt 2020, 18:40

Warum willst du unter 3 mm? Wenn sich die Gitarre schwer spielt, ist es eher ratsam den Sattel etwas tiefer zu legen. Nur so als Spekulation ins Blaue geraten, mir fehlen da weitere Infos.

Edit: geändert: Sattel statt Steg
Zuletzt geändert von bassklampfe am Sa 17. Okt 2020, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Gitarrenjan » Sa 17. Okt 2020, 11:17

Hallo,

damit es keine Missverständnisse gibt, hier ein paar klärende Worte.

Ich will beim Tieferlegen meiner Saiten nicht (wesentlich) unter 2,5 mm (12. Bund E6) gehen. Das sehe ich ein.
Ich lege meine Saiten immer durch Abfeilen der Stegeinlage (und Austausch gegen eine Knochenstegeinlage) tiefer. Nicht dass hier Verwechselungen stattfinden: Unter Stegeinlage verstehe ich den weißen Streifen hinter dem Schallloch (nicht den Sattel am Hals).

Ich habe zurzeit 2 sehr ähnliche Gitarren. Eine hat eine Saitenlage von 3,5 mm. Die andere hat eine von 2,5 mm (wie bereits beschrieben).
Im Vergleich spielt sich für mich die mit 2,5 mm merkbar angenehmer und ich möchte auch bei meinem jetzigen "Ausbildungsstand" nichts anderes haben. Die 3,5er geht also wieder weg.

Liebe Grüße Christian

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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon bassklampfe » Sa 17. Okt 2020, 17:33

Entschuldige, ich meinte den Sattel. Da ist meistens noch Potential nach unten.

2,5 mm ist sehr niedrig, da habe ich bei der stahlbesaiteten ja mehr. 3,5 mm bei der tiefen E-Saite ist quasi Standard.
______________
Gruß
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 18. Okt 2020, 12:37

Standard sind 4 mm. Die besseren Saitenlagen treten im Bereich der Serienfertigung seit 2008 meist erst ab der unteren Mittelklasse auf. Wenn ich in die Geschäfte gehe, hat sich dieses Bild nicht merklich verändert. Vorher lag der Standard zwischen 4 und 6 mm. Ich akzeptiere für den Eigengebrauch über 4 mm absolut nichts mehr. Aber auch bei 4 mm müsste ich die Gitarre schon sehr mögen. Zudem müsste sie noch Potenzial haben, um die Saitenlage zu verbessern.
Liebe Grüße
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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Gitarrenjan » Di 20. Okt 2020, 16:29

Hallo,

die Bezeichnungen für Sattel und Steg scheinen nicht ganz einheitlich und klar abgegrenzt zu sein.

Bridge scheint Steg zu sein.
Bridge saddle scheint Stegeinlage zu sein, obwohl saddle ja Sattel bedeutet, der nach meinem Verständnis an anderer Stelle sitzt.
Nut scheint dagegen Sattel (so wie ich es kenne) zu bedeuten, was ja eigentlich Nuss heißt.

Da sind natürlich Missverständnisse naheliegend.

______________________________

Wenn es so ist, dass wenn man die Saiten auf den zweiten Bund drückt, am ersten Bund noch Spiel (Papierdicke) sein soll, dann ist ein Tieferlegen des Sattels (Nut am Hals) bei meinen Gitarren nicht mehr möglich.

Gruß Christian
Zuletzt geändert von Gitarrenjan am Di 20. Okt 2020, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gitarre bis 1000 EUR

Beitragvon Gitarrenjan » Di 20. Okt 2020, 16:54

Hallo,

schon wieder! Ich hoffe, ich nerve nicht zu sehr. Falls doch, sagt es mir bitte (kurze PN).

Ich bin schon seit Jahren Pensionär und arbeite nicht mehr. Mein Wohnmobil steht in diesem Jahr so gut wie ungenutzt (Corona) vor der Tür. Sonst war ich mehrmals im Jahr unterwegs (vorwiegend Frankreich und Niederlande; geht natürlich nicht mehr). In Dinslaken liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz bei 72,5. Gartenarbeiten sind bei diesem Wetter auch nicht der "Bringer". Also was mache ich? Ich übe Gitarre (bis die Fingerspitzen wund sind, was schnell geht). Ansonsten sitze ich als kleiner Computerspezi am PC und schau mir unter anderem stundenlang die Angebote schöner Gitarren an.

Jetzt hat es wieder gefunkt (sehr gutes Angebot; 1/4 Neupreis). Ich möchte mir eine alte (DM-Zeiten) Höfner HM80 zulegen (rundes Etikett im Schalloch; Mechaniken mit den hellbraunen bis rosa Plastikknöpfen). Es würde mich sehr freuen, wenn mir jemand über dieses Instrument etwas berichten kann.

Jetzt fragt man sich, warum ich das will: Das Bessere ist der Feind des Guten.
Außerdem habe ich dann wieder ein neues "Projekt". Meine Saitenvorräte und Knochenstegeinlagen liegen schon bereit.

Liebe Grüße aus Dinslaken
Christian


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