** Der Versuch eine Gitarrenbauer-Existenz zu vernichten **

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heinzschenk
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** Der Versuch eine Gitarrenbauer-Existenz zu vernichten **

Beitragvon heinzschenk » So 27. Mär 2016, 22:33

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Editierung durch Bernd C. Hoffmann, 12.02.2018:
Der Originaltitel dieses Themas hieß ursprünglich "Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach". Ich habe ihn dem Sinn entsprechend geändert. Der Autor dieses Themas hat mit seinen Beiträgen das Forum dazu benutzt, um die Existenzgrundlage eines Gitarrenbauers zu zerstören. Durch bewusst falsche und unvollständige Darstellungen hat er den geplanten Eindruck erweckt, dass ein Gitarrenbauer einer angeblich wertvollen Gitarre durch eine höchst inkompetente Reparatur eine erhebliche Wertminderung angedeien ließ. Nachdem mir Zweifel aufkamen, kontaktierte ich den Gitarrenbauer. Dabei wurde offensichtlich, es handelt sich um eine höchst perfide Aktion des Autors uns derart zu belügen und einem unbescholtenem Gitarrenbauer die Existenz zu ruinieren! Ab Seite 3 wird es interessant. Dort hatte der Autor die Möglichkeit die Angelegenheit richtig zu stellen. Auch der Gitarrenbauer kommt dort zu Wort und stellt die Sache glaubwürdig klar. Der Autor ist gesperrt worden. Es ist mir unbegreiflich, mit welch einer Skrupellosigkeit der Autor dem Gitarrenbauer seinen Rachefeldzug angekündigt und letztlich durchgezogen hat. Gott sei Dank ist dieses Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt.
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Hallo, ich muss mir etwas Luft machen und platziere einen Beitrag um andere Gitarristen die Möglichkeit zu geben, sich vorzubereiten.
Wodrauf? Auf Gitarrenbauer mit individuellen Reparaturmethoden.
Ich habe es mit Patrick Wassong versucht. Er baut als Tischler Archtops und da dachte ich, so einen Riss in einer Decke bei einer Gitarre ohne Boden (und den Boden wieder drauf setzen mit neuen Bindings), wenn er es annimmt wird er es wohl wissen.
Das war ein grßer Fehler.
Ein Riss, gerade entlang der Maserung bis durch zum Schalloch, wurde mit einem Holzstreifen hinterlegt und geleimt. Dann wurde der Steg wieder auf die unlackierte Decke geleimt und einfach mal so mit zwei Schrauben festgezogen!
Jammerschade, den der Korpus ist noch aus Rio und massiv und die Gitarre kommt irgendwo aus dem Erzgebirg und ich mag so alte Gitarren aus den 40 bis 70er Jahren einfach gerne.
Was soll ich mit diesem Tischlergesellen jetzt machen?
Ich bitte um Hilfe

und ich suche einen Gitarrenbauer, der das wieder richten kann. ....
:(
Zuletzt geändert von heinzschenk am Mi 7. Sep 2016, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.

matthias
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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon matthias » Mo 28. Mär 2016, 13:00

und ich suche einen Gitarrenbauer, der das wieder richten kann. ....


Versuchs bei Thorsten Lietz in Essen. Was liebevolle, fachmännisch, schwierige und filigrane Arbeiten angeht, kenne ich keinen Besseren. Ob er allerdings Zeit und Lust dazu hat, weiß ich nicht.

Matthias

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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon CG-Fan » Mo 28. Mär 2016, 13:27

Ich hatte einen ähnlichen Fall mit einem "vermeintlichen" Gitarrenbauer in Bayreuth, den Helmut Stauder in Schwalmtal zu meiner vollsten Zufriedenheit repariert hat! Kann ihn nur wärmsten empfehlen in so einem Fall!

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Bernd C Hoffmann
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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 28. Mär 2016, 19:51

Schlechtleistung ist für diese Rubrik [Edit Bernd, ursprünglich: Händlererfahrungen] kein besonderes Thema. Deswegen verschiebe ich es ins Forum für Allgemeines [Edit Bernd, jetzt: Instrumente].

Ich würde, falls es der Wert der Gitarre zulässt, einen Gutachter beauftragen und den jetzigen Wert und die Wertminderung der Gitarre bescheinigen lassen. Damit kannst Du dann Schadenersatz verlangen. Evtl. ist eine vorherige Inaugenscheinnahme anzuraten, ob sich ein Gutachten lohnt. Wenn es um Riopalisander geht, erscheint mir das aus der Ferne, dass es sich eher um ein hochwertiges Instrument zu handeln scheint. Ein anerkannter Gutachter ist Gerold Hannabach (Junior) in Bubenreuth.
Liebe Grüße
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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon peter » Mi 25. Mai 2016, 20:40

Hallo Herr heinzschenk,
Schrauben durch die Decke einer Gitarre, der blanke Horror.

Möglicherweise wird eine Antwort nicht mehr benötigt.

Aus eigener Erfahrung mit einer vermeindlich kniffligen Reparatur mit der ich selber überfragt war (was kein Maßstab ist) genau so aber auch zwei GitarrenBauer, hat sich die Reparatur einer KonzertGitarre letztendlich als simpel herausstellt. Deshalb meine Empfehlung in Sachen AkustikGitarren-Reparatur Andreas Cuntz Darmstadt.
Peter aus der MukerBude

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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon heinzschenk » Do 30. Jun 2016, 05:57

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Schlechtleistung ist für diese Rubrik (Edit Bernd, ursprünglich: Händlererfahrungen) kein besonderes Thema. Deswegen verschiebe ich es ins Forum für Allgemeines (Edit Bernd, jetzt: Instrumente).

Ich wüde, falls es der Wert der Gitarre zulässt, einen Gutachter beauftragen und den jetzigen Wert und die Wertminderung der Gitarre bescheinigen lassen. Damit kannst Du dann Schadenersatz verlangen. Evtl. ist eine vorherige Inaugenscheinnahme anzuraten, ob sich ein Gutachten lohnt. Wenn es um Riopalisander geht, erscheint mir das aus der Ferne, dass es sich eher um ein hochwertiges Instrument zu handeln. Ein anerkannter Gutachter ist Gerold Hannabach (Junior) in Bubenreuth.



Es war eine Arbeit, bei der ich leider vergessen habe eine Rechnung mit zu nehmen. Als hauptberuflicher Lehrer ist Patrick Wassong da sicher sehr korrekt, was die Abrechnung seiner Arbeiten angeht.

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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 30. Jun 2016, 09:16

Diese Angelegenheit ist natürlich mehr als ärgerlich, wenngleich an gitarrenbautechnischer Blödheit mit nichts zu überbieten. Die Gitarre hat durch die Stegschrauben einen erheblichen Image-Schaden und dadurch auch einen ebensolchen Wertverlust, weil sie aussieht wie eine billige China Gitarre. Allerdings musst Du Dir selbst auch einen Organisationsfehler eingestehen. Das erste, worauf ich bei sowas achte, ist das einpacken der Rechnung als Nachweis. In Deinem Fall würde ich zunächst versuchen eine Rechnungskopie zu bekommen. Die brauchst Du für juristische Ansprüche, aber das musst Du ihm ja nicht sagen. Vielleicht gibt er sie Dir.

Viel Erfolg in dieser höchst leidlichen Sache!
Liebe Grüße
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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon msh » So 17. Sep 2017, 12:32

Also ich finde es unmöglich von Ihnen, P. Waßong als "miesen Gitarrenbauer" zu bezeichnen!
1. Weil er gar kein Gitarrenbauer ist und
2. Er auch daher keine "professionellen" Reparaturen zu gewerblichen Zwecken anbietet oder anbieten dürfte und
3. Weil Sie nur etwas an einer klassischen Gitarre reparieren lassen und keine ganze Gitarre bauen lassen wollten.
Also war Ihre Aktion meiner Meinung nach eher so ne Maßnahme von Privat nach Privat.

Patrick Waßong baut(e) privat ziemlich aufwändige, sehr schöne und auch wohlklingende Instrumente.
Und zwar experimentell und mit viel Hingabe und viel Liebe zum Detail. Nur Archtops.

Wenn man einen Gitarrenbauer sucht, der alles kann bzw. gelernt hat, dann sollte man wohl auch zu einem solchen gehen.
Und dies heißt nicht, daß man auch dort vor negativen Überraschungen gefeit ist, Beispiel:
Antike Gitarre im tausender Bereich BJ. 1930+: Hals sollte erwärmt werden,
namhafter Gitarrenbauer (es legt mir fern, hier jmd. namentlich anzuschwärzen!)
labert sich am Telefon fest, verbruzelt das Griffbrett, ruft nicht an, enfernt alte, gut erhaltene
Bundierung, schleift und bundiert neu und klebt Bindings so ein,
daß sie immer wieder rausfallen und verschlampt auch noch den Sattel...und meldet sich monatelang nicht, klar, warum.
Was mich dabei am meisten angeäzt hatte, war daß dieser Gitarrenbauer nicht einmal angerufen hatte,
um das weitere Vorgehen bei dieser antiken, recht wertvollen Gitarre zu besprechen.
Schrauben durch den Steg ohne vorherige Absprache geht dementsprechend auch nicht.

Um sich ein besseres Bild zu machen, hätten hier vielleicht auch ein paar Bilder geholfen.
In Ihrem Beitrag ging es nur um eins: Anschwärzen. Auf vollkommen ungerechtfertigter Basis.

Tschöö! ...so von privat zu privat

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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 17. Sep 2017, 15:21

Es steht jedem frei, für wen er Partei ergreifen möchte.

Ob Patrick Wassong Gitarrenbauer ist oder nicht, spielt zunächst keine Rolle. Entscheidend ist, ob er einen Schaden verursacht hat. Davon ist auszugehen. Ich sehe aber auch eine gewisse Blauäuigkeit beim Auftraggeber. Es gibt viele Gitarristen, die sich für bestimmte Arbeiten das notwendige Handwerkszeug angeeignet haben. Letztlich sicher sein kann man nur, wenn man zu einem Gitarrenbauer geht, der die betreffenden Arbeiten der betreffenden Gitarrengattung schon erfolgreich gemacht hat. Woran ich mich bei msh´s Beitrag spontan erinnere, ist die einfache Sache, dass man den jeweiligen Gitarrenbauer fragt, wie er die Reparatur macht. Außer in jüngerer Zeit war ich mit Reparaturen und Einstellungen nur bei qualifizierten Gitarren (Brunswicker & Apelt, E. Valdivia). Das sind zwar angemessene Kosten, aber die leistet man sich, wenn man möglichst sicher sein will - was letztlich immer noch nach hinten losgehen kann, wie msh aus seinem Fall schildert.

Auch wenn es bei Archtops gelegentlich vorkommt, unterm Strich bleibt für mich Unverständnis für die handwerkliche Schlechtleistung. Ich sehe durchaus, dass P. Wassong sich an der Gitarre überschätzt hat. Ohne die Risse vorher gesehen zu haben, werden Risse doch meist gespant und nicht von der Rückseite gepflastert. Aber das sind eben die Optionen, die man sich leistet, wenn man am falschen Ende spart.
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Miese Gitarrenbauer - Mönchengladbach

Beitragvon Kofferträger » So 8. Okt 2017, 13:41

Unabhängig der Beweggründe, das wertvolle Instrument einem vermeintlichen Gitarrenbauer anzuvertrauen, schließe ich mich dem vorigen Beitrag an;
möchte aber darauf hinweisen, dass dieses Forum nicht nur von eingetragenen Mitgliedern gelesen, sondern öffentlich für jedermann/-frau zugänglich ist.
Miese Gitarrenbauer wird es immer geben, genauso wie es miese Automechaniker oder miese andere Dienstleister gibt.

Jedoch sollte man ganz vorsichtig agieren, wenn dem Ganzen ein Name einhergeht, DER (bestimmten) Person zugeordnet werden kann.

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