Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

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Bernd C Hoffmann
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 23. Feb 2019, 15:27

el_guitarrero hat geschrieben:Was ist der Unterschied zur EO-Guitar (ca. 480GBP)?

Fragen zu einzelnen Produktvergleichen, die einen Qualitätsstatus oder entsprechende Gewichtungen gegenüber Konkurrenzprodukten zulassen, werde nicht stellen. Zudem kenne ich die EO-Guitar nicht.

el_guitarrero hat geschrieben:Ansonsten finde ich den Preis , auch wenn er sicher gerechtfertigt ist für etwas zu hoch. Standard Yamaha Travelguitars (Sinsonido) liegen bei 500,-€ und sind für den Gelegenheitsgitarristen im Urlaub sicher ausreichend....?

Bis auf Frame sind Yamaha Travel Guitars und alle anderen industrielle Serienfertigungsprodukte, die mit manuell hergestellten Instrumenten preislich nicht vergleichbar sind. Wenn ein Preis gerechtfertigt ist, dann ist er ganz sicher nicht zu hoch. Die Frage ist, ob Du als Gelegenheitsgitarrist in die Zielgruppe gehörst. Aber durch ihren Preis wird sie für Gelegenheitsgitarristen, die im Schnitt 800 bis 2.500 € für eine Gitarre bezahlen, durchaus interessant. Die Frage ist auch, wovon man den Preis abhängig macht oder seine Rechtfertigung sieht. Der Moov Travel Guitar liegt in der Produktplanung ein besonderes Design als Alleinstellungsmerkmal zu Grunde. Warum soll man als Hersteller im Preis darauf verzichten? Bei Apple-Produkten beklagt sich auch niemand darüber, dass das Design zu teuer ist.
Liebe Grüße
Bernd
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pianoguitar
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon pianoguitar » Sa 23. Feb 2019, 16:33

Ich glaube die Frage des Preises weiter zu diskutieren ist müßig. Handwerklich mag diese Gitarre diesen Preis sicher wert sein, aber die entscheidende Frage ist eine andere: sind genügend Spieler - ob Profi oder nicht - willens für eine Reisegitarre diesen Preis zu bezahlen. Das ist eine Frage der Marktpositionierung und die Antwort wird uns allein die Zukunft zeigen, ich wünsche es ihm auf jeden Fall.

Gruß
Peter
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el_guitarrero
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon el_guitarrero » Sa 23. Feb 2019, 17:45

Hallo,

klar kann der Preis gerechtfertigt sein. Sobald etwas mit viel Zeit und Aufwand produziert wird, ist ein hoher Preis aus Sicht des Herstellers gerechtfertigt und sogar eine Bedingung. Ob er aus Sicht des Käufers gerechtfertigt ist, ist eine andere Sache. Und da ist der Vergleich zu Apple Produkten doch ein wenig anders. Diese haben es durch eine gigantische Marketingmaschinerie und Investments geschafft Ihre Smartphones als Lifestyle und Statusobjekte zu etablieren. Und das ist ein gewaltiger Unterschied für die Preisgestaltung.... Nebst technologischer Marktführerschaft, zumindest am Anfang :-)

Ich sehe in einer Travelgitarre allerdings nur den Sinn einer temporär eingeschränkten Nutzung (auf Reisen, Transportfähig im Flieger...), wie die meisten Interessenten auch.
"Konzertgitarristen" werden mit Ihrer Konzertgitarre auf Tour/ Reisen gehen und bestimmt eine nicht viel schlechtere "Urlaubsgitarre" besitzen...wenn Sie im Urlaub denn nicht von Ihrem Job entspannen möchten und darauf verzichten ;-)

Insofern fände ich es eine spannende und sehr legitime Frage -mit der sich der Hersteller bestimmt auch beschäftigt hat- zu fragen wo er sich Markt der "Travelgitarren" zu anderen Herstellern positioniert, der "Unique Selling Point" sozusagen. Es gibt ja einige Alternativen.

Aber, es ist nicht mein Interview - Daher respektiere ich die Antwort. Man sollte nichts fragen, bei dem man sich unwohl fühlt.

Danke + Gruß
el_guitarrero

Roberlin
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Roberlin » Sa 23. Feb 2019, 18:12

Mich würde interessieren, ob durch die offenbar längenverstellbare Stütze eine Gitarrenstütze (vergleichbar dem guitar lift) mehr oder minder gleichwertig ersetzen würde?
Das hätte mich nämlich an einer yamaha reisegitarre gestört, dass man dann einen hohen Hocker braucht oder mit Gurt spielen muss.

Grüße Robin

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Bernd C Hoffmann
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 23. Feb 2019, 21:00

Roberlin hat geschrieben:Mich würde interessieren, ob durch die offenbar längenverstellbare Stütze eine Gitarrenstütze (vergleichbar dem guitar lift) mehr oder minder gleichwertig ersetzen würde?

Aktuell kann ich das definitiv ausschließen. Ich habe das aber schon länger als Verbesserungsvorschlag auf der Liste.
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 23. Feb 2019, 21:10

el_guitarrero hat geschrieben:Und da ist der Vergleich zu Apple Produkten doch ein wenig anders. Diese haben es durch eine gigantische Marketingmaschinerie und Investments geschafft Ihre Smartphones als Lifestyle und Statusobjekte zu etablieren. Und das ist ein gewaltiger Unterschied für die Preisgestaltung.... Nebst technologischer Marktführerschaft, zumindest am Anfang :-)

Da bist Du falsch informiert. Apple´s Geschichte begann in einer Garage u. a. mit dem späteren Microsoft Boss Bill Gates. Die wurden erst später bekannt, nicht am Anfang ;)
Liebe Grüße
Bernd
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon el_guitarrero » Sa 23. Feb 2019, 21:25

Naja, die Zeit vor dem Iphone ... kann man fast vergessen:? Die waren fast insolvent und hatten danach ein Nischendasein im Agenturumfeld, mit Ihren iMacs - dann der Aufwind mit dem iPod. Dann gelang der ganz grosse Wurf mit dem Iphone, das den Markt disruptiv veränderte.... und eigentlich startet hier der Apple Siegeszug, die omnipräsente Wahrnehmung - hierauf bezog sich mein Kommentar.
Aber- es wird OT. Ich wünsche ein nettes Interview!

Beste Grüße
el_guitarrero

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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon CG-Fan » So 24. Feb 2019, 12:12

Ich hätte noch eine möglicherweise etwas abwägige Frage. Könnte der eine oder andere, etwas nervösere Sicherheitsbeamte am Flughafen die Stützarme von ihrere (Hammer-)Form her nicht als „Schlagwaffen“ einstufen? Als ehemalige Vielflieger, habe ich schon wegen deutlich unverdächtigeren Umrissen in meinem Gepäck eine Sonderinspektion über mich ergehen lassen müssen. :?:

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Bernd C Hoffmann
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 24. Feb 2019, 15:59

Zu der "Sicherheitsfrage" am Flughafen als Schlagwaffe - das glaube ich nicht. Die Tasche wiegt mit kompletten Inhalt gerade mal 3 bis 4 kg, während die Stützen gefühlt ca. 200 g wiegen. Das Vierkantrohr hat 1 cm im Quadrat. Letztlich kann ich auch einen Schlüssel verwenden und jemanden in die Schläfe schlagen; aber soweit wollen wir lieber nicht denken...
Liebe Grüße
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Re: Reisegitarre: "Moov Travel Guitar"

Beitragvon Bernd C Hoffmann » So 24. Feb 2019, 16:17

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:
Roberlin hat geschrieben:Mich würde interessieren, ob durch die offenbar längenverstellbare Stütze eine Gitarrenstütze (vergleichbar dem guitar lift) mehr oder minder gleichwertig ersetzen würde?

Aktuell kann ich das definitiv ausschließen. Ich habe das aber schon länger als Verbesserungsvorschlag auf der Liste.

Entgegen meiner vorher gemachten Aussage muss ich sagen, dass ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Eine Fußbank wird definitiv nicht benötigt. Auch sehr groß gewachsene Gitarristen können sich die Gitarre in 4 Stufen individuell auf die passende Höhe bringen.

Ich habe eine tolle Zeit mit "George" und seiner Lebensgefährtin gehabt. Sie mussten heute ihren Rückflug nach Athen antreten. Wir haben uns daher bei meinem Freund George in Bahnhofsnähe getroffen. George ist ein Akustik Picker, der gelegentlich auf Nylon spielt und hierfür ein sehr differenziertes Gehör hat. Für ihn und seine Frau war es ein interessantes Abenteuer.

Eure Fragen habe ich "George" vorgebracht, die er detailliert beantwortet hat. Bis mein Sohn das Rohmaterial geschnitten und gerendert hat, wird noch etwas Zeit vergehen. Ich werde später den Vorhang liften. "George" ist eigentlich Gitarrist und war auf Konzertreise. Wegen fokaler Dystonie und längerer Spielpause musste mein Test ohne Camcorder auskommen. Was ich jetzt schon sagen kann, ist der besondere Anspruch seiner Moov Travel Guitar der Blick aus der Richtung des Gitarristen für den Gitarristen unter professionellen Anforderungen. Das hat er hervorragend realisiert. Der wichtigste Aspekt war das authentische Spielgefühl, das aus meiner Sicht absolut gegeben und mit keiner der am Markt erhältlichen Alternativen vergleichbar ist. Soweit erst mal.
Liebe Grüße
Bernd
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