Gitarrenstützen-Vergleich

Gitarrenkoffer, Stimmgabeln Notenständer, Gitarrenstüzen, Kapos, ...
Jörg Wagner
Beiträge: 44
Registriert: Sa 7. Okt 2017, 18:24

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Jörg Wagner » Do 28. Jun 2018, 17:18

Hallo Heimo,
dann hast Du ja mit Deinen Polituren Glück gehabt (und ich Pech).
sei froh.
Jörg Wagner

Benutzeravatar
Bernd C Hoffmann
Administrator
Beiträge: 3924
Registriert: Mi 24. Okt 2012, 18:30
Wohnort: Fulda

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Do 28. Jun 2018, 22:25

Bezüglich Guitarlift sagt Felix Justen, dass die Saugnäpfe die wenigsten Weichmacher haben, die es auf dem Markt zu finden gibt. Das wird sicher zum Vertrauen beitragen.
Liebe Grüße
Bernd
:
Tabulaturservice => Liste anfordern!

Roberlin
Beiträge: 65
Registriert: Mi 11. Apr 2018, 11:37

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Roberlin » Fr 29. Jun 2018, 17:33

Noch zwei Dinge zum Guitar Lift: Es wurde eine gewisse Unbequemlichkeit moniert. In der Tat kann die Gummileiste in der Menschenleiste zwicken, wenn zu nah am Körper gehalten. Schließlich ist der Lift - und das ist tatsächlich ein objektiver Nachteil - ziemlich schwer. Ich schiebe daher den Lift ca 10cm in Richtung Knie, was bequemer ist und überhaupt auch besser für die Haltung, weil Gitarre leicht schräg usw.
Die Saugnäpfe versagen beim Lift nicht. Alle halbe Jahr mal reinigen, dann hält das wochenlang bombenfest. Dass sich alle vier mal so lösen, dass die Gitarre fällt, halte ich für ausgeschlossen...

Benutzeravatar
Bernd C Hoffmann
Administrator
Beiträge: 3924
Registriert: Mi 24. Okt 2012, 18:30
Wohnort: Fulda

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Fr 29. Jun 2018, 18:04

Roberlin hat geschrieben:Noch zwei Dinge zum Guitar Lift: Es wurde eine gewisse Unbequemlichkeit moniert. In der Tat kann die Gummileiste in der Menschenleiste zwicken, wenn zu nah am Körper gehalten. Schließlich ist der Lift - und das ist tatsächlich ein objektiver Nachteil - ziemlich schwer.

Wenn er in der Leiste zwicken sollte, dann ändert man den Winkel ein wenig. "Schwer" wirkt er nur, weil die Auflägefläche im Vergleich zu anderen Stützen viel geringer ist. Damit wirkt ein höherer Druck zentrierter auf den engen Auflagepunkt.
Liebe Grüße
Bernd
:
Tabulaturservice => Liste anfordern!

grenner
Beiträge: 203
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 10:48

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon grenner » Sa 14. Jul 2018, 07:53

Mir erschließt sich ja der Sinn einer Gitarrenstütze überhaupt nicht. Mal abgesehen davon, dass die meisten wie eine Prothese aussehen und ich mich das Antackern und Abnehmen nerven würde. Aber was ist eigentlich der Sinn dahinter? Mit einem optimal hohen Sitz und einer Fußstütze habe ich die Gitarre sicher im Griff und muss diese nicht auf einer Stütze vor mir herumbalancieren. Also wofür sind die Dinger (außer um die Säckel der Hersteller zu füllen)?

Benutzeravatar
Bernd C Hoffmann
Administrator
Beiträge: 3924
Registriert: Mi 24. Okt 2012, 18:30
Wohnort: Fulda

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 14. Jul 2018, 09:22

Die Fußbank hat die Eigenschaft, dass über längere Zeit eine Spannung auf die unteren Lendenwirbel und den Hüftgürtel ausgeübt wird, wenn man nicht exakt in Position sitzt. Hinzu kommt die "Unbequemlichkeit", dass dass man die Beine (speziell das linke) nicht bewegen kann. Da man mit der Stütze keine vorgeschriebene Auflageposition hat, kann der Fuß zu jedem Zeitpunkt dort sein, wo er will. Die Balance ist lediglich ein Scheinargument ohne Inhalt, dass sich nur beim ersten Betrachten ergeben kann. Die Gitarre liegt - wie sonst auch - an den Auflagepunkten von Oberschenkel (links oben, rechts innen) Brustkorb und Unterarm. Wenn man es mal probiert, dann stellt man sofort fest, dass es vom Spieler nichts zu balancieren gibt; die Gitarre hat festen Halt. Ich habe an mir selbst festgestellt, dass ich mit Stütze im Bereich Rücken/Schulter deutlich entspannter spiele. "Den Vogel abgeschossen" hat aber der Guitarlift. So entspannt saß ich noch nie hinter einer Gitarre.

Das Argument der Prothese ist berechtigt und schreckte mich auch in den 1990er Jahren ab. Michael Tröster sagte mir selbst einmal, dass die Gitarre mit der Stütze entsprechend aussieht. Das betraf aber nur die Anfangszeit. Heute ist das weitgehend akzeptiert und in Konzerten wie Unterricht ein normales Bild. Wenn ein Produkt nichts taugt, dann setzt es sich am Markt nicht durch. Gitarrenstützen haben sich sehr gut durchgesetzt. Ich halte sie für eine gute und wichtige Alternative zur Fußbank.
Liebe Grüße
Bernd
:
Tabulaturservice => Liste anfordern!

rwe
Beiträge: 262
Registriert: Di 9. Dez 2014, 23:22

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon rwe » Sa 14. Jul 2018, 17:26

grenner hat geschrieben:Mir erschließt sich ja der Sinn einer Gitarrenstütze überhaupt nicht.


Bei mir hat's auch erst bis zur Arthrose gedauert. Nach 3h Generalprobe und Konzert mit Fußbank kam ich von der Fußbank nicht mehr hoch und brauchte etwa 3 Wochen, bis ich auf der Arbeit und zu Hause wieder halbwegs normal sitzen konnte. Jetzt finde die Prothese nicht mehr peinlich und habe gleich noch eine für den Arm (Ebel-Armauflage)...

Jörg Wagner
Beiträge: 44
Registriert: Sa 7. Okt 2017, 18:24

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Jörg Wagner » So 15. Jul 2018, 12:40

Hi Grenner,
mir geht es wie rwe, nach 60 Jahren täglichen Übens und Musizierens über mehrere Stunden habe ich auch "Hüfte", immerhin schlimm genug, dass ich es auch jenseits des Gitarrenspielens spüre. Ich hatte auch lange Vorbehalte und musste die erst überwinden. Neben medizinischen Gründen gibt es aber auch spieltechnische Argumente, die für Stützen etc. sprechen (die Geiger sind uns da hunderte von Jahren voraus, und beim Cello ermöglicht der Stachel ebenfalls beträchtliche Erhöhung des Spielkomforts).
Mit der Stütze kann ich die Gitarrenhaltung in einer Art und Weise auf meine Anatomie zuschneiden, dass optimaler Körpereinsatz möglich wird, ohne Stütze eben nicht, insbesondere das Spiel in hohen Lagen, insbesondere jenseits des 12. Bundes, wird deutlich erleichtert, ich kann ganz normal sitzen ohne instrumentenbedingte Linksneigung des Oberkörpers, mein linker Arm und besonders das linke Handgelenk kommen ökonomischer zum Einsatz, insbesondere die Region um mein linkes Handgelenk fühlt sich natürlicher an. Vermutlich hast Du noch einige Jahrzehnte Zeit, um mein Stadium zu erreiche, aber aus meinem eigenen Lebhen weis ich, dass Ratschläge von alten Säcken von Jüngeren nicht gern gehört werden. Trotzdem Give the
guitar-rest a chance.
Ich wünsche 'dir weiterhin gute Gesundheit.
Jörg Wagner

grenner
Beiträge: 203
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 10:48

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon grenner » So 15. Jul 2018, 16:27

Klingt alles sehr nachvollziehbar. Mein Kreuz ist zwar sowieso schon ziemlich hinüber (allerdings nicht vom Gitarrespielen) aber vielleicht probiere ich doch mal eine Stütze aus.

Tariq
Beiträge: 18
Registriert: Di 14. Jul 2015, 10:10
Wohnort: Baden & Denia(Alicante)

Re: Gitarrenstützen-Vergleich

Beitragvon Tariq » Sa 25. Aug 2018, 19:51

Hallo Jörg,

weiter oben hast du geschrieben, dass du zum Kleben der Magnete der Barnett-Stütze ein Uhu-Produkt nimmst. Ich sollte an einer meiner Gitarren mal den Sitz der Magnete leicht korrigieren, und dann habe ich noch von einer verkauften Gitarre die entfernten Magnete rumliegen, die ich an der nächsten Gitarre einbauen möchte.
Also bitte ich um den Tipp, mit welchem Produkt du beim Kleben offenbar gute Erfahrungen gemacht hast.

Meine Gitarren reagieren auf Saugnäpfe sehr unterschiedlich, bei einer halten sie spurenlos und bombenfest, bei den meisten hinterlassen sie mit der Zeit doch Spuren, die auch kaum wegzupolieren sind und bei der aus Granada müsste ich nach jedem Stück sicherheitshalber die Saugnäpfe neu festdrücken.

LG
Tariq


Zurück zu „Zubehör“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder