Hanika Custom cutpro pf, Reklamation mit Mehrwert

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wolfgang
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Re: Hanika Custom cutpro pf, Reklamation mit Mehrwert

Beitragvon wolfgang » So 27. Okt 2019, 22:04

Karel hat geschrieben:Das ist nicht teuer, wenn man bedenkt, wieviel man für normale Reparaturen und anderes beim Gitarrenbauer zahlen muss. Der Einbau eines neuen Knochensattels ist schnell bei 70,- oder 80,- angelangt ... ein Grund, es mit Vorsicht und guter Vorüberlegung selbst zu probieren.

Ja das sind die Preise, die Knochenrohlinge müssen ja immer wieder angepasst werden, als gäbe es keine Standard-dicken, -breiten, -höhen. Ich hatte mir bei einem lokalen Gitarrenbauer schon einmal ein Halsprofil anpassen lassen. Es fing schon damit an, dass an der absoluten Höhe nichts ändern wollte, nur aus D ein C machen - dh. an den Seiten etwas runterfeilen. Ich lies mich leider darauf ein. Die Lackübergänge waren deutlich zu sehen und der Preis war aber gleich wie jetzt, bei Herrn Strodel (der sicherlich in einer mittelständischen Manufaktur was Material und Gerätschaften betrifft, aus dem Vollen schöpfen kann). Diese Gitarre habe ich mittlerweile verkauft - das was ich investiert hatte, konnte ich natürlich nicht in Rechnung stellen.

Um so mehr war ich jetzt mit der Arbeit von Herrn Stodel happy und ich musste nicht überlegen, ob ich die alte 58pf zu ihm schicke.
Ich hatte mir zuvor ja schon überlegt, wie ich selber Hand anlegen könnte. Ich dachte an diese geschlossenen Schleifpapierstreifen, die ich dann über einen elastische Holz spannen würde. Der Lack müsste dann bis zur nächsten Kante weg und dan neu drauf - ich bin wirklich froh, dass ich mir das erspart habe - ich hätt die Gitarre sicher ruiniert.

Bezüglich der Reklamation selber, möchte ich noch einmal auf den Unterschied zw. Garantie und Gewährleistung hinweisen.
Die Garantie bietet der Hersteller freiwillig an. Hat man den Garantiefall angefordert wars das dann.
Die Gewährleistung ist EU-Recht. Die Gewährleistung hat der jeweilige Verkäufer zu leisten [der Verkäufer kann dann wieder Gewährleistung von Großhänder und der vom Hersteller (oder weitere Zwischenhändler) einfordern]. Bei der Gewährleistung für mobile Gegenstände gelten die folgenden Fristen: Gewährleistung gibt es für 2 Jahre, wobei die ersten 6 Monate der Kunde nicht beweisen muss, dass der Fehler beim Kauf, verdeckt, bereits vorlag.
Verkäufer wollen uns gerne auf den Garantiefall umlenken, weil sie dann fein raus sind und keine Arbeit mehr damit haben. Außerdem könnte die Ware schon länger im Lager gelegen haben und der Verkäufer kann möglicherweise selber beim Hersteller keine Gewährleistung mehr einfordern. Wolfgang
Frei nach Erich Fromm 'Haben oder Sein': Wenn ich schon nicht spielen kann wie Eric Clapton, möchte ich wenigstens seine Gitarre haben.


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