"The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

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rojarosguitar
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"The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon rojarosguitar » Di 10. Jul 2018, 06:55

und noch eins:

Die Musik ist ein großer Kontinent mit vielen Gegenden und Ecken. Manche kenne ich gut aus eigener Anschaung, andere weniger durch seltene Besuche, manche nur vom Hörensagen...

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Bernd C Hoffmann
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Mo 23. Jul 2018, 20:09

Dieses Stück erschließt sich mir überhaupt nicht. Kannst Du bitte etwas zu der Idee hinter dem Stück sagen?
Liebe Grüße
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grenner
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon grenner » Sa 28. Jul 2018, 14:15

Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Dieses Stück erschließt sich mir überhaupt nicht. Kannst Du bitte etwas zu der Idee hinter dem Stück sagen?


Glaubst Du ernsthaft, dass da eine Idee dahinter steckt?

Vielleicht ist die Idee, dass Steine so unergründlich sind, wie diese Art von Musik :?:
Oder dass man extrem hart sein muss um diese Musik anzuhören :?: :?:
Oder dass man, wenn man diese Musik anhört, versucht ist mit dem Kopf gegen Stein zu schlagen :?: :?: :?:

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Bernd C Hoffmann
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 28. Jul 2018, 14:55

grenner hat geschrieben:
Bernd C Hoffmann hat geschrieben:Dieses Stück erschließt sich mir überhaupt nicht. Kannst Du bitte etwas zu der Idee hinter dem Stück sagen?


Glaubst Du ernsthaft, dass da eine Idee dahinter steckt?

Vielleicht ist die Idee, dass Steine so unergründlich sind, wie diese Art von Musik :?:
Oder dass man extrem hart sein muss um diese Musik anzuhören :?: :?:
Oder dass man, wenn man diese Musik anhört, versucht ist mit dem Kopf gegen Stein zu schlagen :?: :?: :?:

Rosjaros greift im Kontext der hier vorgestellten Präsentationen deutlich die Strukturen der Neuen Musik auf. Denen liegt immer eine Idee zu Grunde. Am vorliegenden Stück kann ich keine systemische Struktur erfassen, zumindest finde ich keine. Deswegen fällt mir der Zugang hierfür sehr schwer. Möglicherweise ist dies genau die Idee dahinter; also die Aneinanderreihung losgelöster Klangpartiale zu einer bewusst unklar improvisierten Aussage. Und vielleicht gab es überhaupt keine feste Ausgangsidee, sodass man aus einer Anfangsmelodie oder Intervallfolge einfach spontan drauf los improvisiert hat, und dieser Vortrag ist daraus entstanden. Wie gesagt, ich weiß und verstehe es nicht.

Man muss nicht extrem hart sein, um sich diese Musik anzuhören, denn es ist genauso ein Habituationsprozess, wie alles andere auch. Man muss nur bereit sein, sich dafür zu öffnen.
Liebe Grüße
Bernd
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matthias
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon matthias » Sa 28. Jul 2018, 15:53

Da ich sowohl ( gern auch komplexe ) Rhytmen als auch herkömmliche ( vorzugsweise phrygische ) Harmonien mag, bin ich bei so Geschichten immer ganz schnell "raus" ( 1:45 min)
Allerdings ist Musik, wenn ich die für mich grundlegenste Definition zu Grunde lege, organisierte Geräusche.

Wenn ich keine Organisationsform mehr erkennen kann oder gar keine mehr dahinter steckt...ist es dann noch Musik* frag ich jetzt mal etwas ketzerisch

grenner
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon grenner » Sa 28. Jul 2018, 17:11

matthias hat geschrieben:
Wenn ich keine Organisationsform mehr erkennen kann oder gar keine mehr dahinter steckt...ist es dann noch Musik?* frag ich jetzt mal etwas ketzerisch


Ich denke mir: Auch wenn ich keine Musik erkenne, kann es trotzdem welche sein. Was ich mich allerdings immer frage ist: Ist das was hier geboten wird eine gewollte musikalische Darbietung oder einfach purer Dilettantismus a la HURZ. Ich muss gestehen, ich kann es nicht sagen. Aber wirklich begeistern tut es mich so oder so nicht.

PS: Ich bewundere auf jeden Fall Menschen, die sich so etwas einen ganzen Abend lang anhören können.

Manfred
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Manfred » Sa 28. Jul 2018, 18:07

Ich möchte eine Lanze für diesen musikalischen Beitrag brechen. Besonders weil Ihr über die Interpreten hergefallen seid und sie runtergeputzt habt. Die Struktur ist für mich deutlich hörbar. Macht die Ohren auf! Chico Hamilton hat so etwas schon vor 60 Jahren gemacht, übrigens mit Jim Hall an der Gitarre und Fred Katz am Violoncello. Das war noch lange vor dem Free Jazz. Das Duo bezieht sich darauf, vielleicht unbewusst, vielleicht provokant. Wer weiß!
Liebe Grüße
Manfred

matthias
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon matthias » Sa 28. Jul 2018, 19:58

Besonders weil Ihr über die Interpreten hergefallen seid und sie runtergeputzt habt.


Hattest du diesen Eindruck? Es war von mir zumindest nicht so gemeint.

Ich steh einfach etwas ratlos vor solchen Produkten und finde Bernds Frage nach "einen Zugang" mehr als berechtigt.
Aber ich muss gestehen das ich durchaus auch "Hurz" gedacht habe. :lol:

grenner
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon grenner » Sa 28. Jul 2018, 20:46

Manfred hat geschrieben:........ Chico Hamilton hat so etwas schon vor 60 Jahren gemacht, übrigens mit Jim Hall an der Gitarre und Fred Katz am Violoncello. Das war noch lange vor dem Free Jazz. Das Duo bezieht sich darauf, vielleicht unbewusst, vielleicht provokant. ......


Aha, ich dachte mir schon, dass der Hape das HURZ von irgendwo abgekupfert hat, aber dass es das schon vor 60 Jahren gegeben hat überrascht mich jetzt. Auf jeden Fall ein Klassiker.

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Bernd C Hoffmann
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Re: "The Depth of Stone" by Rhythm String(s) Duo (6stringed cello and guitar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 28. Jul 2018, 22:01

matthias hat geschrieben:Wenn ich keine Organisationsform mehr erkennen kann oder gar keine mehr dahinter steckt...ist es dann noch Musik* frag ich jetzt mal etwas ketzerisch

Ja natürlich! Der Begriff "Organisationsform" ist ein Gummiparagraph, den man sehr eng oder weit fassen kann. Ich höre eine Musik, gespielt auf verbreiteten Instrumenten, aber den substanziellen Zusammenhang, den ich für den Zugang und damit auch fürs Verständnis einer projizierten Wahrnehmung benötige, finde ich nicht. Mir kommt auch keine assoziative Analogie in den Sinn (wie ich es sonst oft hinbekomme), aus der ich mir einen Zugang bauen könnte. Aber das ist für mich keine existenzielle Frage der Musik im betreffenden Stück.
Liebe Grüße
Bernd
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