Raum-Akustik Optimierung für Aufnahme (einfach abbaubar)

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Bernd C Hoffmann
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Re: Raum-Akustik Optimierung für Aufnahme (einfach abbaubar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Fr 20. Jul 2018, 18:35

Roberlin hat geschrieben:Bei mir auf Arbeit haben wir einen ca. 50qm Raum mit altem Parkettboden und Teil-Holzbetäfelung. Ich habe es noch nicht ausprobiert, nehme aber an, dass der ideal für Gitarreaufnahmen wäre...

Meine Erfahrung ist genau gegenläufig. Ein zu großer Raum, der ringsum mit Holz verbaut ist, erzeugt oft eine Art von Hall, bei die Anstoßimpulse der Töne verwaschen. Wenn Hall dazu kommen soll, dann würde ich entweder in einer Kirche mit guter Akustik gehen oder den Hall elektronisch leicht beimischen. Dass es elektronisch hinzugefügt wurde, ist nicht wahrnehmbar.
Liebe Grüße
Bernd
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Bernd C Hoffmann
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Re: Raum-Akustik Optimierung für Aufnahme (einfach abbaubar)

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Fr 20. Jul 2018, 18:35

Um die Raumakustik zu verbessern, sollte man auch den Boden mit Teppich oder Auslegware versehen.
Liebe Grüße
Bernd
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Rolando
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Re: Raum-Akustik Optimierung für Aufnahme (einfach abbaubar)

Beitragvon Rolando » Fr 20. Jul 2018, 20:25

Da in der Regel eine "Wohnzimmerakkustik" eher mittelmässig sein dürfte und die "Materialschlacht" was Diffuser, Absorber usw betrifft, zumindest nach meiner Auffassung den Aufwand nicht lohnt, sofern man nicht Semi-professionell eine richtigen Aufnahmeraum bzw neutrale Studioabhöre anstrebt, würde ich das Augenmerk fundamental auf die Microphonwahl richten (dh mehrere in der Praxis ausprobieren, 30 Tage Rückgaberecht) und auch hinsichtlich der Microphonierung, also was Positionierung, Stereo, M/S Trennung, usw spezifische Erfahrungswerte erarbeiten. Auch was den Nachbearbeitungsprozess angeht, in einer DAW mittels Dynamik und Effektprozessoren ergibt sich da sehr viel Potenzial was weit über Raumklangoptimierung hinausgeht, bzw man das damit locker ausgleichen kann.

Ich positioniere zb meine Micros vor einem üppig gefülltem Bücherregal und sitze davor. (Das Bücherregal ist durch die Masse und "Oberflächenstruktur" ein idealer Absorber). Das volle Pfund erledigt dann die optimale Microphonpositionierung und natürlich dann der Nachbearbeitungsprozess der eher subtil ausfällt.
(Absenkung bestimmter Frequenzen, je nach Anzahl der spuren im Arrangement)
Ob ich 1m vor dem Bücherregal sitze oder 3m, die Micros unterschiedliche Abständ ehaben oder die klassischen Positionierungen.. da eröffnen sich Welten!

Tipp: Wenn du auf authentische "Räume stehst... was spricht gegen ein portablen Stereo-Recorder ink 2 unterschiedliche Micros... damit kannst du zb "unter der Brücke" oder im Treppenhaus relativ guten Raumklang direkt aufzeichnen.. schliesslich inspiriert ein Raumklang ja auch die Spielfreude...
Wobei ich bei Aufnahmen die zb in Arrangements eingearbeitet werden empfehlen würde ein trockenes Signal aufzuzeichnen.. und per Nachbearbeitung einen Raumklang, entsprechend der Tiefenstaffelung jeweiliger Instrumente, hinzuzufügen.


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