Wolfgang Teller 746

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Brett
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Wolfgang Teller 746

Beitragvon Brett » Fr 8. Nov 2019, 20:54

Hallo, mir liegt ein Angebot vor über eine Gitarre Modell 746 von Wolfgang Teller, Meisterwerkstätte im Gitarrenbau, Neunkirchen a. Brand, Glanzlackiert, Top-Zustand ohne jeden Kratzer, wie neu. Boden u. Zargen aus geflammtem, massivem Ahorn, massive Fichtendecke, Mahagonihals mit Palisandergriffbrett. Verlangt werden 500 Euro. Kann das jemand beurteilen? Daumen hoch oder runter, vorausgesetzt sie klingt? Morgen spiele ich sie an...

bassklampfe
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon bassklampfe » Sa 9. Nov 2019, 00:00

Ich bin kein Kenner, habe aber eine Kontrabassgitarre von Teller. Die ist hervorragend. Für den Preis unbedingt anspielen. Immer bedenken: du kaufst ein Instrument für dich, nicht für den Wiederverkauf. Meinen Bass gebe ich nicht mehr her. ;)
______________
Gruß
bassklampfe

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pianoguitar
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon pianoguitar » Sa 9. Nov 2019, 09:37

Es ist eine von einem durchaus bekanntem Meister handgemachte vollmassive Gitarre...ohne diese Gitarre jetzt speziell zu kennen...500€ ist dafür sicher nicht zu teuer....natürlich immer die üblichen Dinge vorausgesetzt: sie liegt Dir beim Spielen und der Sound gefällt Dir. Machst Du hier Kompromisse wirst Du bald wieder auf der Pirsch sein.... :roll:
Falls sie kleinere Herstellungsfehler hätte würde Herr Teller dies sagen, wenn Du sie von jemand anderem kaufst mußt Du natürlich etwas aufpassen (verzogener Hals, gute Intonation und all die anderen üblichen Dinge). Aus der Beschreibung gehe ich davon aus, dass die Gitarre aus den letzten Jahren ist, zumindest nicht 20+ Jahre alt, oder?
Ein Ahornboden und -zargen wird den Sound vermutlich in eine etwas andere Richtung lenken als ein Palisanderboden, ist häufig etwas heller im Ton. muss aber auch nicht sein. Wenn Dir der Sound gefällt ist alles ok. Denke auch daran, dass der Klang für den Spieler oft anders ist als für den Zuhörer, also auch mal was vorspielen lassen von jemand anderem und selbst davor sitzen oder jemanden mitnehmen. Falls Du einen Gitarrenlehrer hast wäre es auch gut, ihn/sie evtl. mitzunehmen.
Nur das, was mir grad so einfällt.
Aber das Wichtigste: falls du fühst, das ist DEINE Gitarre, sie inspiriert Dich beim Spielen, Du hast Spaß mit ihr....dann nimm sie. Für das Geld machst Du nix falsch.
Merke: die richtige Gitarre findet immer Dich, nicht umgekehrt.... Wenn Du sie spielst, weißt Du es... ;)

Alles Gute und viel Spaß
Peter
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Sa 9. Nov 2019, 10:20

Ich habe schon Oskar Teller Gitarren gesehen, wo ich der Überzeugung war, dass es sich um bessere Einsteigergitarren aus der Massenproduktion gehandelt hatte. Das war in den 1990er Jahren. Gut ist auch, wenn man eine bessere Gitarre hat, deren Eigenschaften man sehr genau kennt und dann beim Probespielen einen Abgleich macht, wo man das betreffende Nuance-Verhalten an der zu kaufenden Gitarre untersucht.
Liebe Grüße
Bernd
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bassklampfe
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon bassklampfe » Sa 9. Nov 2019, 11:42

Oskar war der Vater, und natürlich gibt es unterschiedliche Preis- und Qualitätsstufen. Im Zweifel kann man Herrn Teller nach dem Neupreis fragen, das Modell ist ja bekannt.
______________
Gruß
bassklampfe

rwe
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon rwe » Sa 9. Nov 2019, 13:07

... na ja, es gibt viele Teller-Einstiegsgitarren auf dem Gebrauchtmarkt. Diese scheinen aber nicht mehr neu produziert zu werden. - Ist das Dir vorliegende Angebot ein neues oder ein gebrauchtes Instrument? Für ein neues wäre der Preis günstig. Ich selbst habe eine ca. 35 Jahre alte Kontrabassgitarre (Fichte / Ahorn) von Teller, die ich gegenüber dem Hopf-Bass ("Marktstandard") tendenziell bevorzuge, außerdem seit letztem Jahr eine 50+ Jahre alte 7A (Fiche, Ahorn, Ebenholzgriffbrett, nicht mehr im Angebot), die ich für "Musik bis Bach" gegenüber meinen teureren (was kein Qualitätskriterium ist) Instrumenten vorziehe. Fazit: Probiere sie aus.

Brett
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon Brett » Sa 9. Nov 2019, 17:59

Danke für eure Tips. Ich habe eine neue! Sie ist 30 und blond. Das gute Stück hat tatsächlich seit 1991 fast nur im Koffer geschlafen. Von den Saiten abgesehen keine Spuren der Zeit. Super verarbeitet. Frischer Klang, leichte Ansprache, gut spielbar, sehr obertonreich. Wir sind sofort Freunde geworden!
Neupreis waren mal 1600 DM.

rwe
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon rwe » Sa 9. Nov 2019, 23:17

Sehr schön! Herzlichen Glückwunsch.

Mason Williams spielte zu "Classical Gas"-Zeiten übrigens auch eine Teller, als "Cordova" gelabelt.

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docsteve
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon docsteve » So 10. Nov 2019, 08:21

Schön, dass du eine Gitarre zum Verlieben gefunden hast, und dann noch zu so einem günstigen Kurs!

Viele Grüße Stephan
Viele Grüße Stephan

WGgitarre
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Re: Wolfgang Teller 746

Beitragvon WGgitarre » Fr 15. Nov 2019, 17:22

an 1973 bekam ich eine Oskar Teller gitarre zum geburtstag geschenkt es ist das model 6/1 fichtendecke mit geflammten Ahornboden u. zargen. alles massiv u. gebaut wurde sie 1963. in den nächsten jahren werde ich diese gitarre sicher verkaufen da ich mich mit dem gedanken anfreunden muss mit dem aktiven spielen aufzuhören. bis jetzt ist mir noch kein vergleichbares modell der selben bauart bekannt geworden.
sicher ist es eine handgemachte gitarre, aber ähnliche gitarren waren auch schon in der "bucht" eingestellt. mfg WGgitarre


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