Bernabé-Saiten

Erfahrungsberichte, Empfehlungen, Saitenwechsel
bassklampfe
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Bernabé-Saiten

Beitragvon bassklampfe » Di 24. Mär 2020, 17:40

Hallo zusammen,

Dank dem User pianoguitar bin ich zu einem Satz Bernabé-Saiten gekommen. Dafür nochmals vielen Dank! Ich gestehe, dass mir 32 € und mehr defintiv zu viel sind für einen Satz Saiten, die Hälfte ist ja leider schon Standard … Wie auch immer, nach langem Warten habe ich die Saiten aufgezogen. Bei der Gitarre handelt es sich um eine Kazuo Sato aus den 80ern, Fichte/Rio, tendenziell eher auf der brillanten Seite. Ich habe hier viel positives über die Saiten gelesen, auch im direkten Gespräch kamen nur lobende Worte, trotz des Preises. Meine Erwartungen waren daher eher hoch. Und jetzt bin ich verwirrt. ;)

Schon beim Aufziehen ist mir die hohe Spannung aufgefallen. Die hohe e-Saite hat einen Durchmesser von ca. 0,63 oder 0,64 mm (Carbon), das ist defintiv nicht Medium-Tension. Die g-Saite ist auch eher dick. Die Tongestaltung ist wegen des hohen Zuges eher mühsam, die e-Saite sticht gegenüber h- und g-Saite hervor. Die Bässe klingen sehr drahtig, mein erster Eindruck war: wie knallharte Savarez. Auch hier ist die Tongestaltung mühsam, das Spielen insgesamt ist anstrengend. Auch klanglich bin ich enttäuscht, der Diskant unausgewogen, die Bässe unsensibel ... In der Form hatte ich das noch nie. Bis jetzt, nach zwei oder drei Wochen, hat sich das nicht geändert. Eigentlich mag ich sie gar nicht drauflassen, aber bei dem Preis will ich sie auch nicht wegschmeißen. Also werde ich sie bis zum Ende spielen. Um doch etwas positives zu sagen: die Saiten sind ausgesprochen laut.

Geht das anderen, die diese Saiten mal gespielt haben, ähnlich, oder liegt das einfach daran, dass meine Gitarre nicht zu den Saiten passt und umgekehrt? Was könnte der Grund dafür sein?
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Gruß
bassklampfe

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Bernd C Hoffmann
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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon Bernd C Hoffmann » Di 24. Mär 2020, 23:42

bassklampfe hat geschrieben:Geht das anderen, die diese Saiten mal gespielt haben, ähnlich, oder liegt das einfach daran, dass meine Gitarre nicht zu den Saiten passt und umgekehrt? Was könnte der Grund dafür sein?

Ich würde vermuten, dass Du einen Montags-Satz erwischt hast. Bei 32 € sollte das Qualitätsmanagement sowas ausschließen. Für mich ist das eine absolute Schlamperei. Anstatt nutzlosem Wertausgleich mit unerträglichen Saiten klanglich auszukosten, wäre ich lieber auf meine harmonischen Ansprüche bedacht und würde mich schnellstens von den Saiten trennen. Dass Du das 3 Wochen lang ausgehalten hast - puh... ;-)
Liebe Grüße
Bernd
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bassklampfe
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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon bassklampfe » Mi 25. Mär 2020, 00:41

Ich bin halt stur. :mrgreen: Im Grunde bin ich irritiert. Heute habe ich wieder gespielt, es ist schon erträglich. Es trifft halt so gar nicht meinen Geschmack, und ich frage mich nun woran das liegt. Es gibt ja viele zufriedene Nutzer, Bernabe-Spieler sagen oft, dass das die einzigen Saiten sind die wirklich gut klingen. Das hat ja sicher einen Grund. Daher meine Fragen.
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Gruß
bassklampfe

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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon CG-Fan » Mi 25. Mär 2020, 11:24

Durchaus verständlich, aber 32€ sind nun auch nicht so viel, sich dafür 3 Wochen sinnlos zu quälen zu. ;) :D

Außer dem von dir bereits zitierten Gerücht, das dies das Nonplusultra für Bernabe Gitarren seien soll, habe ich auch keine direkten Erfahrungen vorzuweisen, aber da Bernabe diese Saiten sicher nicht selber herstellt, kann man allenfalls ein wenig spekulieren. ;)

Der Diskant ist milchig weiß, von den Abmessungen und dem Saitenzug eher wie Carbon, klanglich obertonreich aber nicht so „spitz“ wie Carbon, die G Saite eher stumpfer und eben ansonsten laut. Diese Indizien sprechen sehr für Aquila und Nylgut, auch wenn mir die Alchemia, Alabastro usw. klanglich nicht so negativ aufgefallen sind ... wenn nur die hohe Spannung nicht wäre. Die drahtigen Bässe sind eher weniger typisch, aber das könnte auch an der hohen Spannung liegen. Manche Gitarren vertragen das nicht und hören und fühlen sich dann wie „gesperrt“ an. ;)

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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon bassklampfe » Mi 25. Mär 2020, 11:46

So richtig milchig ist der Diskant bei meinen nicht. Die klingen für mich wie normale harte Carbon-Saiten. G-Saite stumpf trifft es ganz gut. Evtl. hat Bernabé etwas geännert oder ändern müssen?

"Hohe Spannung" – eigentlich sollten die Medium sein, sind sie defintiv nicht. "Gesperrt" trifft es wieder gut, eine Erfahrung, die ich schon öfter gemacht habe. Bei zu hoher Spannung macht die Gitarre dicht.

Mal schauen was mein Saitenvorrat noch so hergibt …
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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon docsteve » Mi 25. Mär 2020, 12:34

Äh - kann es sein, dass CG-Fan über die Farbe redet, nicht über die Klangfarbe?

VG S
Viele Grüße Stephan

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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon Jörg Wagner » Mi 25. Mär 2020, 13:24

Hi,
für mich klingt das so, als würden Saiten und Gitarre einfach nicht zusammenpassen. Auf dreien meiner Gitarren machen sich diese Saiten echt gut, auf einer sind sie eher enttäuschend und meine anderen Instrumente sind mit Knobloch Actives sehr zufrieden. Ich würde nicht gleich auf statistische Ausreisser spekulieren, es passt halt nicht, kommt öfter vor, als man denkt (oder sich wünscht).
Jörg Wagner

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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon bassklampfe » Mi 25. Mär 2020, 15:01

docsteve hat geschrieben:Äh - kann es sein, dass CG-Fan über die Farbe redet, nicht über die Klangfarbe?

VG S

Ja, darüber waren wir uns auch einig. ;)

Jörg Wagner hat geschrieben:Hi,
für mich klingt das so, als würden Saiten und Gitarre einfach nicht zusammenpassen. Auf dreien meiner Gitarren machen sich diese Saiten echt gut, auf einer sind sie eher enttäuschend und meine anderen Instrumente sind mit Knobloch Actives sehr zufrieden. Ich würde nicht gleich auf statistische Ausreisser spekulieren, es passt halt nicht, kommt öfter vor, als man denkt (oder sich wünscht).
Jörg Wagner

So vermute ich das auch. Trotzdem schade. Ich werde sie runternehmen und für die Yulong aufbewahren. Wenn das da auch nichts ist, verschenke ich sie meistbietend.
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Gruß
bassklampfe

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docsteve
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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon docsteve » Do 26. Mär 2020, 13:44

Und ich frage mich jetzt, wie ein Diskant milchig klingen kann.

Viele Grüße Stephan
Viele Grüße Stephan

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Re: Bernabé-Saiten

Beitragvon bassklampfe » Do 26. Mär 2020, 23:56

Er sieht milchig aus. Angeblich. Meiner nicht. Klingt aber klar :roll:
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Gruß
bassklampfe


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